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10:09 13.03.2017
Anja Soyke hilft Schülern, den richtigen Ausbildungsberuf zu finden.  Quelle: Ute Sommer
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Potsdam

Anja Soyke ist Berufs- und Studienberaterin bei der Agentur für Arbeit in Potsdam. Für diejenigen, die zum ersten Mal bei ihr einen Beratungstermin vereinbaren, nimmt sich Anja Soyke eine knappe Stunde Zeit. Mitbringen sollten die Schüler ihr aktuelles Zeugnis. Aber die Zensuren, sagt sie, kommen erst später ins Spiel. Zunächst checkt sie gemeinsam mit ihrem Gast, welche Berufe oder Studiengänge zu ihm passen könnten. „Ich frage nach, ob er ein sozialer Typ ist oder eher handwerklich veranlagt ist und ob er bei der Arbeit viel Kundenkontakt haben möchte“, erklärt die Beraterin der Arbeitsagentur. Natürlich gehe es auch darum, was der künftige Berufseinsteiger von der Arbeit erwarte: viel Abwechslung, gute Aufstiegsmöglichkeiten, einen guten Verdienst. Wie sieht die Familienplanung aus? Wie wichtig ist dabei ein fester Lohn? Mit diesen Informationen lasse sich Anja Soyke zufolge die Berufswahl schon ein bisschen eingrenzen.

Die meisten Schüler, die zu Anja Soyke in die Beratung kommen, haben mindestens schon ein Praktikum absolviert. In den wenigsten Fällen jedoch sei dieser Ausflug in der Arbeitswelt bereits mit konkreten Berufswünschen verbunden. Selbst dann seien die Praktika aber nützlich, betont sie. So könnten Berufe auch schon mal von der Favoritenliste gestrichen werden. Überprüft wird dann schließlich, ob die Zensuren auch zur Jobwahl passen. Wenn beispielsweise für einen bestimmten Beruf oder ein Studium naturwissenschaftliche Fächer besonders wichtig sind, die Zensuren in diesem Bereich aber eher mau aussehen, sollte über Alternativen nachgedacht werden.

Ohnehin empfiehlt Anja Soyke den Schülern, „einen Plan B oder C in petto zu haben“. Es könne ja immer passieren, dass irgendetwas nicht klappt. Und was dann? Auf diese Frage sollten die Berufseinsteiger vorbereitet sein. Wenn vielleicht der gewünschte Studienplatz nicht frei ist, wäre es Soyke zufolge durchaus eine Alternative, erst mal einen Beruf zu erlernen, dabei Wissen und Praxiserfahrungen zu sammeln – und später einen neuen Versuch zu starten. Oder vielleicht ist auch ein Freiwilliges Soziales Jahr die richtige Wahl.

Quelle: Fotolia

Zu den Beratungsgesprächen können auch gern die Eltern mitkommen, erklärt die Expertin der Arbeitsagentur. Schließlich „können sie ihre Kinder gut einschätzen und ein realistisches Feedback zu den Interessen und Fähigkeiten geben“, sagt Anja Soyke. Sie habe ohnehin die Erfahrung gemacht, dass gerade die Empfehlungen der Eltern und die von Freunden bei den Schülern den größten Einfluss auf die Berufswahl haben. Mal ganz abgesehen von den Hypes, die immer wieder durch Fernsehserien ausgelöst werden. Läuft CSI Miami über den Sender, ist plötzlich der Kriminaltechniker ein gefragter Beruf. Und wenn der Weddingplaner so richtig in Szene gesetzt wird, steigen Berufe wie der Eventmanager in der Gunst der Schüler.

Heutzutage können die Schulabgänger unter rund 330 Berufen und Tausenden Studiengängen wählen. Da ist es gut, Berater wie Anja Soyke an der Seite zu haben. Möglichkeiten für persönliche Gespräche gibt es nicht nur direkt in der Agentur für Arbeit. Die Berufs- und Studienberater sind auch in den Schulen ihrer Region unterwegs. Zu ihren Sprechstunden dort können sich die Schüler anmelden. Die Studien- oder Berufswahl sollte nicht mal eben nebenbei getroffen werden, sagt die Expertin. Schließlich müsse der Schulabgänger „für sich selbst das Gefühl haben, dass ihm das, was er macht, Spaß bereitet“.

Beim ersten Gespräch vergibt die Beraterin nicht selten „Hausaufgaben“, wie sie mit einem Schmunzeln meint. Die Schüler sollten sich im Internet diejenigen Berufsbilder genauer ansehen, die in die engere Wahl gekommen sind. Und dann vielleicht noch einmal ein Praktikum in dem jeweiligen Beruf machen. Wer selbst bis kurz vor ultimo noch nicht so recht weiß, wohin seine berufliche Reise gehen soll, findet in Beratern wie Anja Soyke verständnisvolle Gesprächspartner. „Die Schüler sind sehr eingespannt, um ihre Leistungen in der Schule zu bringen“, weiß Anja Soyke. Da werde die Berufsorientierung gern mal etwas nach hinten geschoben. „Der größte Fehler ist, sich gar nicht mit der Berufswahl zu beschäftigen“, sagt die Potsdamer Beraterin. Denn das hieße, sich planlos in eine Lehre oder ein Studium zu stürzen, ohne zu wissen, was man eigentlich will. 

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Mit der Ausbildungsinitiative Azubify möchte die Märkische Allgemeine jungen Leuten helfen, die richtige Berufswahl zu treffen und einen Ausbildungsplatz in der Region zu finden. Azubify gibt es als gedrucktes Magazin und als Internetplattform. 

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Vom Berufe-Quiz über einen informativen Ratgeber bis zum Versand der Bewerbungsunterlagen per Mausklick bietet www.azubify.de  Schülern jede Menge Service in Sachen Berufsausbildung. 

 

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