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Brandenburg Es wird Winter am Sternenhimmel
Brandenburg Es wird Winter am Sternenhimmel
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18:22 31.10.2017
Die Planetenansicht Mitte November Quelle: Zenbook
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Königs Wusterhausen

Gegen 20.00 Uhr haben die Herbststernbilder ihre höchste Position im Süden erreicht. Pegasus kulminiert, danach folgen die Fische und Andromeda. Auch die beiden hellen Sterne des Widders südlich von Andromeda sind gut zu erkennen.

Der Sternenhimmel zeigt uns den Winter

Im Osten wird unmissverständlich deutlich, dass auch in diesem Jahr der Winter kommt. Der Stier, angeführt von den Plejaden eröffnet den Reigen der Wintersternbilder, die im Laufe der Nacht die Herrschaft am Himmel übernehmen. Orion erreicht mit den charakteristischen drei Gürtelsternen Alnitak, Alnilam und Mintaka (v.l.) gegen 3.00 Uhr nachts seine höchste Stellung.

So sieht der Himmel in der Monatsmitte aus. Quelle: Zenbook

Der Mond erreicht am 4. November seine Vollmondposition. Er ist dabei 364.000 Kilometer von der Erde entfernt und somit kurz vor seinem erdnächsten Punkt, der Umlaufbahn, dem Perigäum, welches er mit 361.438 Kilometern Abstand zwei Tage später erreicht. Der Vollmond geht am 4. November um 18.19 Uhr auf und leuchtet bis 6.47 Uhr am Morgen die gesamte Nacht. Bei seinem weiteren Umlauf um die Erde durchläuft er die Sternbilder des Tierkreises. Bis kurz vor seiner Neumondposition trifft er am Nachthimmel keine Planeten. Am 15. November – Neumond ist am 18. November – steht er am Morgenhimmel dem Mars sehr nahe. In seiner zunehmenden Phase kann man den Mond als Aufsuchhilfe für die Planeten Neptun (26. November) und Uranus (30. November) nutzen. Beide Planeten sind aber auf Grund ihrer sehr geringen Helligkeit eher Feldstecher- beziehungsweise Teleskopobjekte. Uranus erreicht eine Helligkeit von 5m7 und ist theoretisch mit bloßem Auge sichtbar. Jedoch die Helligkeit des Mondes, immerhin zeigen 88 Prozent seiner beleuchteten Seite zu uns, macht Beobachtungstechnik notwendig. Neptun erreicht dagegen nur eine Helligkeit von 7m9 und wäre selbst bei völlig dunklem Himmel nicht mit bloßem Auge sichtbar.

Am 26. November ist gegen 18.30 Uhr der Neptun zu sehen. Quelle: Zenbook

Alle anderen Planeten entziehen sich im November aufgrund ihrer Position zu Sonne und Erde der Sichtbarkeit am Nachthimmel. In der Morgendämmerung sind noch die Venus und der Mars sichtbar. Am 13. November begegnen sich Jupiter und Venus kurz vor Sonnenaufgang. Sonnenaufgang ist exakt um 7.23 Uhr, der Venusaufgang folgt um 6.03 Uhr und der Jupiteraufgang zwei Minuten später um 6.05 Uhr. Der Marsaufgang ist dagegen sehr früh, nämlich um 3.48 Uhr. Die Morgensichtbarkeit der Venus wird im November immer schlechter und endet im Dezember. Anfang Januar versteckt sich die Venus für uns nicht sichtbar hinter der Sonne, sie sogenannte obere Konjunktion.

Beobachtung der Internationalen Raumstation

An den letzten drei Tagen des Monats können Sternenbeobachter wieder die Überflüge der ISS am Abendhimmel beobachten. Am 28. November ab 18.06 Uhr, am 29. November ab 18.48 Uhr und zum letzten Mal im Monat am 30. November ab 17.56 Uhr.

Der Sonnenaufgang am ersten Tag im vorletzten Monat des Jahres ist am 1. November um 7.02 Uhr, der Sonnenuntergang ist um 16.37 Uhr. Am letzten Novembertag, dem 30., geht die Sonne um 7.51 Uhr auf und schon um 15.57 Uhr wieder unter. Die Tageslänge nimmt im elften Monat über 1,5 Stunden ab und beträgt am Monatsende nur noch 8 Stunden und 2 Minuten. Der kürzeste Tag des Jahres naht.

Autor Uwe Schierhorn ist Fachlehrer für Mathematik, Physik und Astronomie am Friedrich–Schiller–Gymnasium Königs Wusterhausen und Mitglied der Schul- und Volkssternwarte Dahlewitz e.V.

Quellen: Daten aus www.calsky.com und www.heavens-above.com Abbildungen: erstellt durch den Autor (unter anderem mit Stellarium 0.14.1)

Von Uwe Schierhorn

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