Menü
Märkische Allgemeine | Ihre Zeitung aus Brandenburg
Anmelden
Brandenburg Etwas mehr umdenken, bitte!
Brandenburg Etwas mehr umdenken, bitte!
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
02:15 26.08.2015
Giftige Müllberge verseuchen mitunter auch den Boden in Brandenburg. Quelle: MAZ Archiv
Anzeige
Brandenburg

Man kann schockiert darüber sein, dass Brandenburg den gefährlichen Müll anderer Bundesländer importiert und irgendwie damit fertig werden muss. Doch ist dies im Grunde genommen ein ganz normaler Vorgang in der Abfallwirtschaft. Es handelt sich schlicht um Arbeitsteilung und Spezialisierung: Ich nehme deine organischen Abfälle aus Biolaboratorien ab, du kommst im Gegenzug mit meinen verseuchten Rußfiltern aus Jänschwalde zurecht.

Befriedigend ist diese Einsicht dennoch nicht. Auch in der Abfallwirtschaft sind wir heute nicht mehr bereit, Fünfe gerade sein zu lassen und lieber nicht so genau hinzusehen. So wie uns die Existenz unmenschlicher Tierfabriken auf die Folgen unseres unbedachten Konsums bei Nahrungsmitteln aufmerksam machte, machen uns die durch die Lande reisenden giftigen Müllberge auf die Folgen einer sorglosen Wegwerf- und Verbraucherkultur aufmerksam.

Dass wir auch in Sachen Müll an eine Grenze stoßen, selbst wenn wir diesen ordentlich deponieren oder entsorgen, zeigt die aktuelle Debatte um das Plastik. Winzige Plastikpartikel gefährden die Ökologie der Weltmeere. Dabei ist Plastik noch nicht mal ein gefährlicher Abfallstoff im Sinne der Abfallordnung. Aber sein Beispiel zeigt, dass wir umdenken und mehr auf wiederverwertbares und unschädliches Material setzen müssen, soweit es geht. Hier kann sogar der Einzelne durch kritischen Konsum einen Beitrag leisten. Jede Platiktüte weniger ist ein kleiner Schritt weg von den Müllbergen.

Von Rüdiger Braun

Gut eine Million Tonnen gefährlicher Abfälle werden in Brandenburg durchschnittlich im Jahr entsorgt oder bearbeitet. Mehr als die Hälfte der Abfallmassen kommt aus anderen Bundesländern. Umweltschützer sorgen sich darum, ob es dabei immer mit rechten Dingen zugeht.

26.08.2015

In der Anschaffung billig, in der Wirkung kräftig: Die Designerdroge Crystal Meth ist besonders im Süden Brandenburgs auf dem Vormarsch. Polizei und Suchtberatung schließen nicht aus, dass auch der Norden des Landes betroffen sein könnte. Die Nachfrage in den Beratungsstellen steigt schon jetzt. Bis die Fälle dort bekannt werden, können aber Jahre vergehen.

23.08.2015
Kultur Künstlerporträt Mathias Melchert - Potsdamer Künstler mit Nachwuchspreis geehrt

Der Potsdamer Künstler Mathias Melchert ist überzeugt, dass sich alle Lebensereignisse künstlerisch aufarbeiten lassen, ein Leben ohne die Kunst kann sich der 39-Jährige schon lange nicht mehr vorstellen. Im Juli wurde er mit dem Nachwuchsförderpreises für Bildende Kunst vom Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kultur geehrt.

23.08.2015
Anzeige