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Evangelische Kirche steigert Steuereinnahmen

Berlin-Brandenburg Evangelische Kirche steigert Steuereinnahmen

Die Evangelische Kirche hat trotz sinkender Mitgliederzahlen ihre Steuereinnahmen steigern können. Ein Zuwachs von rund vier Prozent war in den ersten neun Monaten des Jahres in Berlin und Brandenburg zu verzeichnen.

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Seit Oktober wird die Potsdamer Garnisonkirche saniert und der Turm neu errichtet.

Quelle: MAZonline

Potsdam. Erst gab es grünes Licht für zwölf Millionen Euro zum Turmbau der Garnisonkirche in Potsdam. Jetzt gibt es weitere gute Neuigkeiten für die Evangelische Kirche in Berlin und Brandenburg.

Steigende Einnahmen trotz sinkender Mitgliederzahlen: Die Evangelische Kirche Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz hat wegen der guten Wirtschaftslage erneut mehr Kirchensteuern eingenommen. In den ersten neun Monaten des Jahres sei in Berlin und Brandenburg ein Zuwachs um rund vier Prozent zu verzeichnen, heißt es in der Vorlage der Kirchenleitung für das Kirchenparlament zum Nachtragshaushalt 2017, die dem Evangelischen Pressedienst (epd) vorliegt. Damit würden in diesem Jahr voraussichtlich gut 241 Millionen Euro Kirchensteuern eingenommen, eingeplant waren bislang knapp 225 Millionen Euro.

Knapp zehn Millionen stehen tatsächlich zur Verfügung

Von den erwarteten rund 16,4 Millionen Euro Mehreinnahmen stünden nach Abzug verschiedener Verpflichtungen, darunter Beiträgen für den bundesweiten kirchlichen Finanzausgleich, knapp zehn Millionen Euro tatsächlich zur Verfügung, hieß es weiter. Der Nachtragshaushalt für 2017 hat einen Umfang von rund 389 Millionen Euro, eingeplant waren für das laufende Jahr bislang rund 374 Millionen Euro. Für die kommenden beiden Jahre hat die Kirchenleitung einen Doppelhaushalt mit einem Umfang von rund 393 Millionen Euro für 2018 und rund 395 Millionen Euro für 2019 vorgelegt.

Die Berliner Garnisonkirche in der Breiten Straße in Potsdam

Die Berliner Garnisonkirche in der Breiten Straße in Potsdam.

Quelle: Bernd Gartenschläger

Zugleich ist die Zahl der Kirchenmitglieder inzwischen unter eine Million gesunken, zum Stichtag am Jahresende 2016 gehörten den 1.260 Gemeinden und 26 Kirchenkreisen rund 981.000 evangelische Christen an. 15 Jahre zuvor lebten im Gebiet der Landeskirche noch rund 1,3 Millionen Protestanten. 2016 hat die Landeskirche insgesamt rund 21.000 Mitglieder verloren, darunter waren rund 12.000 Kirchenaustritte überwiegend in Berlin.

Durchschnittsalter auf 51 Jahre gestiegen

Knapp 60 Prozent der Mitglieder der Landeskirche leben in Berlin, knapp 37 Prozent in Brandenburg und Randgebieten von Sachsen-Anhalt und Mecklenburg-Vorpommern sowie knapp vier Prozent in Ostsachsen. Das Durchschnittsalter sei in den vergangenen zehn Jahren auf 51 Jahre gestiegen, hieß es weiter. Weil der Altersdurchschnitt über dem der Gesamtbevölkerung liege, nehme die Zahl der evangelischen Kirchenmitglieder im arbeitsfähigen Alter, die von ihren Arbeitseinkommen Kirchensteuer zahlen, überdurchschnittlich stark ab.

Für die Zukunft wird keine Trendumkehr erwartet, jedoch mit einem erneuten Rückgang der Steuereinnahmen gerechnet. Die Landessynode befasst sich deshalb auch bei ihrer diesjährigen Herbsttagung mit Strukturfragen und Planungen für künftige Arbeitsschwerpunkte. Die Synodentagung wird am Abend des 25. Oktober in Frankfurt an der Oder eröffnet und vom 26. bis 28. Oktober in Berlin fortgesetzt.

Von MAZonline/epd

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