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Brandenburg Existenzgründer nutzen verstärkt Starthilfen
Brandenburg Existenzgründer nutzen verstärkt Starthilfen
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18:29 01.02.2017
Milos Stefanovic, Geschäftsführer der Bürgschaftsbank. Quelle: MAZ
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Potsdam

Brandenburg ist trotz wachsender Unsicherheiten auf den Weltmärkten Gründerland: Die Bürgschaftsbank des Landes, die mittelständische Firmen bis 250 Mitarbeiter unterstützt, vermeldet einen Zuwachs von 43 Prozent bei verbürgten Krediten für Existenzgründer, aber auch für Unternehmensnachfolgen. Das Volumen der Bürgschaften lag bei knapp 80 Millionen Euro, sagte Milos Stefanovic, Geschäftsführer der Bürgschaftsbank. 263 mittelständische Projekte wurden 2016 unterstützt. Insgesamt erreichte die Bank im vorigen Jahr elf Prozent mehr Geschäft als im Jahr davor.

Die Ausfallquote bei Bürgschaften ist nach wie vor gering. Nach Angaben von Stefanovic haben neun von zehn Projekten funktioniert. „Im Schnitt ist jeder zehnte Euro aber weg“, sagte er.

Im Vergleich zu 2015 sei die Zahl der Bewilligungen zwar gesunken, das Volumen aber um 8 Millionen Euro gestiegen. 2016 konnten Investitionen in Höhe von 140 Millionen Euro ermöglicht werden. Rund 1000 Arbeitsplätze entstanden landesweit, sagte Stefanovic.

Eine hohe Nachfrage nach Förderprogrammen für Existenzgründer vermeldet auch die Investitionsbank Brandenburg (ILB). „Es gibt einen großen Zulauf“, sagt Olav Wilms, Leiter des Förderbereichs Eigenkapital/Gründung in der ILB, der MAZ. So liegen bei der im November 2015 gestarteten Meistergründungsprämie bisher 94 Bewilligungen vor. Fördersumme: eine knappe Million Euro. Viel verspricht sich die Landesinvestitionsbank vom Förderprogramm „Gründung Innovativ“. Bisher seien 4,2 Millionen Euro Landes- und EU-Gelder für 45 Firmen ausgezahlt worden. Die Förderquote von 75 Prozent gilt als besonders lukrativ. „Für jeden ausgegebenen Euro gibt es 75 Cent“, so Wilms. Ungebremst sei auch das Interesse an Existenzgründerseminaren. Knapp 1500 Unternehmer aus der Region Berlin-Brandenburg hätten sich beim Businessplan-Wettbewerb registriert.

Handwerkern, Gewerbetreibende und Freiberufler wiederum können auf sogenannte Mikrokredite hoffen. Das Programm gibt es seit April vorigen Jahres. „Die Nachfrage ist besser als erwartet“, sagt Wirtschaftsminister Albrecht Gerber (SPD). Anspruch auf einen Mikrokredit haben Kleinstunternehmen, aber auch mittlere Unternehmen bis zu zehn Jahre nach der Gründung. Das Programm richtet sich an Existenzgründer, Unternehmensnachfolger sowie an Unternehmer im Nebenerwerb. 95 dieser Kredite seien bisher ausgeben worden, weitere Anträge seien in der Bearbeitung.

Der Westen Brandenburgs ist laut Bürgschaftsbank weiterhin das wirtschaftliche Schwergewicht Brandenburg. Mehr als die Hälfte der Bürgschaften (139) wurden im sogenannten Kammerbezirk Potsdam vergeben. Es folgen Cottbus (69) und Ostbrandenburg (65). Zugelegt haben Bürgschaften in der Dienstleistungsbranche (plus 64 Prozent), damit ist das Niveau von Industrieunternehmen erreicht.

Nach wie vor gefragt ist nach den Angaben das Programm ohne Bürgschaft: Fast jeder vier Antrag ging dazu ein. Maximal 400 000 Euro Kredit werden gewährt. Lediglich ein Antrag bei der Bürgschaftsbank muss gestellt werden.

Von Igor Göldner

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