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Brandenburg Experiment auf dem Rücken der Schüler
Brandenburg Experiment auf dem Rücken der Schüler
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09:56 24.03.2017
Quelle: dpa
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Potsdam

Rin in die Kartoffeln, raus aus die Kartoffeln: Das scheint der preußische Leitspruch, wenn es um die Bildungspolitik geht. Da wird gerne mal reformiert, korrigiert und wieder rückabgewickelt. Die Oberstufenreform ist ein beredtes Beispiel für das schulpolitische Hickhack.

MAZ-Redakteur Torsten Gellner. Quelle: Julian Stähle

Fünf „Fächer auf erhöhtem Anforderungsniveau“, sprich Leistungskurse, mussten Brandenburger nach der 2009 beschlossenen Reform belegen. Anders als die Abiturienten in Berlin hatten die Brandenburger aber nur vier Wochenstunden Zeit, um sich den Deutsch- oder Mathestoff vermitteln zu lassen. Und das, obwohl doch die Abiturprüfungen in der vermeintlichen gemeinsamen Bildungsregion harmonisiert werden sollten. Die Folge: Brandenburger fühlten sich zu Recht benachteiligt, das Projekt Einheitsabi erlitt Schlagseite.

Jetzt – nach erneuter Kritik von Eltern, Schülern, Lehrern und einer Klarstellung der Kultusministerkonferenz – folgt die Reform der Reform, die Rückkehr zu zwei Leistungskursen. Das ist die gute Nachricht.

Die schlechte Botschaft: Einmal mehr hat sich der deutsche Bildungsföderalismus, der oft genug einem Wettstreit schulpolitischer Experimente auf dem Rücken der Schüler gleichkommt, von seiner schlechten Seite gezeigt.

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Von Torsten Gellner

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