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Explosion bei Munitionsentsorgung: 6 Verletzte

Verletztenzahl steigt Explosion bei Munitionsentsorgung: 6 Verletzte

Zwei Explosionen und 6 Verletzte – auf dem Gelände einer Firma für Munitionsentsorgung in Pinnow (Uckermark) ist es am Donnerstag zu einem schweren Unglück gekommen. Polizei und Rettungskräfte sind zunächst von vier Verletzten ausgegangen. Nun hat sich die Zahl auf sechs erhöht. Es ist nicht das erste Unglück dieser Art.

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Bei einer Bombenentschärfung in Pinnow sind sechs Menschen verletzt worden.

Quelle: dpa

Potsdam/ Pinnow. Nach zwei Explosionen in einer Firma für Munitionsentsorgung in Pinnow bei Angermünde (Uckermark) hat sich die Zahl der Verletzten auf sechs erhöht. Zunächst war nur von vier Verletzten die Rede gewesen, wie die Polizei am Freitag in Potsdam mitteilte. Neben einem schwer verletzten 32 Jahre alten Mitarbeiter handelt es sich um zwei Feuerwehrleute und einen weiteren Mitarbeiter. Außerdem mussten ein an den Unglücksort geeilter Notarzt und ein Sanitäter nach einer zweiten Detonation mit leichten Verletzungen ärztlich behandelt werden. Der schwer verletzte 32-jährige wurde mit einem Hubschrauber ins Krankenhaus geflogen.

Am Freitag gehen die Untersuchungen von Experten in der Anlage weiter. Es werde vor allem geprüft, wie es zu den zwei Explosionen kommen konnte und was explodiert ist.

In dem Unternehmen hatte es bereits 2004 einen tödlichen Unfall gegeben. Ein Arbeiter starb, als er Munition zur kontrollierten Sprengung in einer Vakuumkammer vorbereitete. Schon in den 1990er Jahren war es auf dem Betriebsgelände zu Unfällen gekommen.

Der Standort liegt in der Nähe der polnischen Grenze, etwa 100 Kilometer von Berlin entfernt. Die Firma gehört zu einem Unternehmen mit Hauptsitz in Norwegen.

Wie es auf der Homepage heißt, sind in Pinnow eine Vielzahl unter anderem an Raketen, Munition, Minen, Handgranaten und Zündern etwa der früheren DDR- und der früheren sowjetischen Armee zerlegt, entsorgt oder recycelt worden.

Unternehmen hat knapp 100 Mitarbeiter

Der Geschäftsführer der Nammo Buck GmbH, Christoph Rüssel, gab keine Auskunft darüber, mit welcher Munition zum Zeitpunkt des Unglücks gearbeitet wurde. Bei den verletzten Mitarbeitern handelt es sich laut dem Unternehmen um zwei 33 Jahre alte Männer. Es hat knapp 100 Mitarbeiter. Rüssel betonte: „Die Ursachen des Unglücks werden wir schnell und umfassend aufklären.“ Die Sicherheitsstandards seien zuletzt im Juni einer umfassenden Prüfung unterzogen worden.

Einer der verletzten Feuerwehrleute konnte den Angaben inzwischen wieder aus dem Krankenhaus entlassen werden. Die Feuerwehr sei sehr schnell vor Ort gewesen, sagte ihr Einsatzleiter Detlef Krause. Sie kühlte nach den Explosionen die Freifläche. Sprengstoffexperten vom Landeskriminalamt ermitteln am Ort der Explosionen.

Prominenter Fall in Potsdam

Im Juni 2011 war der langjährige Bombenentschärfer für den Raum Potsdam, Manuel Kunzendorf, bei einem Arbeitsunfall im Munitionszwischenlager Priort (Havelland) schwer verletzt worden, unter anderem an der Hand. Ursache war eine Explosion, die sich im Freien vor einem Bunker ereignete.

Der Mann, dessen Bild so viele Bürger dankbar in der Zeitung ansahen, wenn er wieder einmal erfolgreich einen Zünder ausgeschraubt oder eine kontrollierte Sprengung erfolgreich hinter sich gebracht hatte, verschwand völlig aus den Nachrichten. Seither präsentiert Kollege Mike Schwitzke die unschädlich gemachten Blindgänger vor den Kameras.

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Blindgänger in Potsdam

Von MAZonline

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