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Externe Prüfer für Maskenmann-Fall gefordert

Opferanwälte trotz lebenslanger Strafe für Mario K. nicht ganz zufrieden Externe Prüfer für Maskenmann-Fall gefordert

Aufarbeitung „im eigenen Saft“? Innenminister Karl-Heinz Schröter (SPD) will die Querelen innerhalb der Soko „Imker“ aufklären. Die Opposition fordert dafür aber Experten aus anderen Bundesländern. Auch für die Nebenklage ist der Fall mit dem Urteil nicht abgeschlossen: Sie will wie die Verteidigung in Revision gehen.

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Wie sauber lief die Polizeiarbeit im Maskenmann-Fall?

Quelle: dpa

Potsdam. Die von Innenminister Karl-Heinz Schröter (SPD) angekündigte Aufarbeitung des Maskenmann-Falls geht der Opposition nicht weit genug. Es sei gut, dass Schröter nun handle und wie am Dienstag berichtet die umstrittene Ermittlungsarbeit und die Querelen innerhalb der Soko „Imker“ aufklären wolle, betonten CDU und Grüne. „Es sei jedoch fraglich, ob eine Aufarbeitung im eigenen Saft wirklich gelingen kann“, so der innenpolitische Sprecher der CDU-Fraktion, Björn Lakenmacher. Noch in dieser Woche soll eine Prüfgruppe unter Leitung des selbst mit den Ermittlungen betrauten Landeskriminalamtes die Arbeit aufnehmen. Ratsamer wäre es, unabhängige Prüfer etwa aus anderen Bundesländern einzusetzen, meint Lakenmacher. Die Innenpolitikern der Grünen, Ursula Nonnemacher, verlangt einen Bericht über die Prüfungen im Innenausschuss.

Opferanwälte trotz lebenslanger Strafe für Mario K. nicht ganz zufrieden

Auch für die Nebenklage ist der Fall mit dem Urteilsspruch noch nicht abgeschlossen: Die Anwälte der Opferfamilie P., die zweimal vom Maskenmann überfallen wurde, will wie bereits am Freitag nach Prozessende angedeutet in Revision gehen. Das bestätigte Nebenkläger Manuel Operhalsky am Mittwoch gegenüber der MAZ. Der angeklagte Berliner Mario K. (47) war wie von der Staatsanwaltschaft gefordert zu lebenslanger Haft verurteilt worden. Die Nebenklage hatte zusätzlich Sicherungsverwahrung beantragt. Die Verteidigung, die die Unschuld ihres Mandanten beteuert, hatte bereits wenige Stunden nach dem Urteilsspruch Revision eingelegt.

Der Bundesgerichtshof in Leipzig bekommt den Fall auf den Tisch

Mit der Sicherungsverwahrung wird sich der Bundesgerichtshof in Leipzig aber nicht befassen. Eine Revision der Rechtsfolgen, die auf ein härteres Urteil abzielt, ist für die Nebenklage rechtlich nicht zulässig. Es gehe den Opfern vielmehr um die „rechtliche Würdigung“ einiger Tatabläufe, erklärt Operhalsky. Das Gericht wertete den Angriff auf Unternehmergattin Petra P. als gefährliche Körperverletzung und nicht als versuchten Totschlag, wie von der Nebenklage verlangt. Die Frau war vom Maskenmann niedergeknüppelt worden. Die Schüsse in Richtung ihrer Tochter Louisa seien ein gescheiterter Entführungsversuch mit Warnschüssen und kein versuchter Mord gewesen, befand das Gericht. Neben Familie P. waren auch die beiden anderen Opfer des Maskenmanns vor Gericht als Nebenkläger aufgetreten: der seit der Attacke im Rollstuhl sitzende Wachmann Torsten H. und der entführte Banker Stefan T. Beide wollen nach derzeitigem Stand nicht in Revision gehen.

Von Marion Kaufmann

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