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Brandenburg Extra 3 und der Song über "besorgte Bürger"
Brandenburg Extra 3 und der Song über "besorgte Bürger"
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12:12 03.06.2016
Christian Ehring, Heinz Strunk und Revolverheld bei Extra 3. Quelle: ARD Screenshot
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Nach dem Wirbel um Brandenburgs AfD-Chef Alexander Gauland, der der „Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung“ gesagt haben soll, die Menschen würden Boateng nicht als Nachbarn haben wollen, ihn aber als Fußballspieler gut finden, hat das Satiremagazin „Extra 3“ nun einen Song über „besorgte Bürger“ versus Europameisterschaft  in der Show gezeigt.

Auf Facebook schreibt „Extra 3“: „Was machen eigentlich die ganzen besorgten Bürger, all die, die genau so denken, wie es AfD-Gauland gerade mal rausgequakt hat, […] während der EM?“ Das Video dazu verbreitet sich in den sozialen Netzwerken rasend schnell. Nach gut 12 Stunden sagen es mehr als 350000 Menschen - viele teilten den Beitrag.

Revolverheld, Heinz Strunk und Christian Ehring: Der EM-Song f...

Man fragt sich schon: Was machen eigentlich die ganzen besorgten Bürger, all die, die genau so denken, wie es AfD-Gauland gerade mal rausgequakt hat, für die man hellhäutig sein und seit mindestens fünf Generationen in diesem Land leben muss, um Deutscher zu sein, was machen die jetzt eigentlich während der EM?


 

Revolverheld, Heinz Strunk und Christian Ehring singen unseren besorgten Bürgen einen Song für die EM.Posted by Extra 3 on Donnerstag, 2. Juni 2016

Christian Ehring, Revolverheld und Heinz Strunk schmettern den Hit der Band „Lass Uns Gehen“ live in der Show – allerdings mit einem abgewandelten Text. „Multikulti geht dir auf die Eier. Du musst hier raus, denn in Hamburg, Berlin oder Köln schauen die Menschen jetzt alle EM. Özil für Deutschland – ein Problem. […] Du musst gehen“, heißt es in dem Song. Auch Boateng kommt zur Sprache: „Boateng als Nachbar wär nicht für dich machbar“.

Boateng als Nachbar: Ole!

Für die sogenannten „besorgten Bürger“ wäre Fußball nun nicht mehr das richtige Spiel, lieber solle man es mal mit „Mau Mau“ versuchen. Am Ende des Songs positionieren sich Moderator und Künstler: Für sie sind die Menschen nun raus, die ähnlich wie Gauland denken. Özil & Co: Kein Problem! Boateng als Nachbar: Ole! Die Freude auf die EM: ungetrübt!

Jüngst ergab übrigens eine Umfrage, die allermeisten Deutschen hätten Fußball-Nationalspieler Jérôme Boateng gerne zum Nachbarn. In einer am Freitag vom Magazin „Focus“ vorab veröffentlichten Emnid-Umfrage sprachen sich 82 Prozent der Befragten dafür aus. Nur elf Prozent verneinten demnach die Frage. 

Klare Worte, die viele Menschen bundesweit laut einer Umfrage teilen. Quelle: Imago

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Der in Berlin geborene Boateng ist Sohn einer deutschen Mutter und eines ghanaischen Vaters. Quelle: AFP

Fußball-Weltmeister Boateng findet diese Entwicklung indes gut. „Wenn man es gleich zu Beginn ersticken kann, damit speziell die ganz Jungen kein falsches Gefühl in der Sprache bekommen, warum nicht“, sagte er der deutschen Ausgabe des Magazins „L'Officiel Hommes“.

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Von MAZonline

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