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Brandenburg Facebook: Polizei Brandenburg betritt Neuland
Brandenburg Facebook: Polizei Brandenburg betritt Neuland
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17:18 30.07.2015
Quelle: Polizei
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Potsdam

Es ist vollbracht – der Post ist abgesetzt: Das Polizeipräsidium Land Brandenburg ist nun mit einer eigenen Seite im sozialen Netzwerk Facebook vertreten. Unter dem Account „Polizei Brandenburg“ wird nun fleißig gepostet

Der erste Post kommt nüchtern daher: „+++ Start der Facebook-Seite der Polizei Brandenburg +++ Liebe Facebook-Gemeinde, dies ist die offizielle Fanpage der Polizei Brandenburg.“

Hier soll ab sofort über aktuelle Polizeimeldungen aus Brandenburg und Interessantes aus dem Einsatzgeschehen informiert werden.

Ausgeschlossen ist jedoch, die Anzeigenerstattung oder die Notrufmeldung. Die Facebook-Seite dient allein der Information und dem Austausch mit den „Fans“. Die Polizei freut sich auf interessante Diskussionen und kritische Kommentare, wie es im ersten Post heißt.

Öffentlichkeitsfahndungen unterliegen einer Einzelfallprüfung und einer besonderen Betrachtung datenschutzrechtlicher Belange.

Die Anzeige muss jedoch weiterhin auf einer Polizeidienststelle oder im Internet erstattet werden. Für den Notfall gilt weiterhin die „110“ als erste Wahl.

Dafür bekommt man bei Facebook Tipps, wie Sie sich vor Kriminalität schützen kann. Auch die Nachwuchswerbung wird auf der Facebook-Seite „Polizei Brandenburg“ berücksichtigt werden. Schwerpunktmäßig befasst sich die Fachhochschule der Polizei des Landes Brandenburg mit diesem Thema. Sie betreibt seit dem Jahr 2009 eine eigene Facebook-Seite.

Der erste Post. Quelle: MAZonline/ Facebook

Anderthalb Jahre Planung

Seit dem Frühjahr 2014 hat sich eine Arbeitsgruppe im Polizeipräsidium mit den Einsatzmöglichkeiten, Chancen und Risiken der Nutzung sozialer Netzwerke für die Behörde, wobei auch die Erfahrungen der Polizeien anderer Bundesländer (z.B. Berlin, Niedersachsen, Mecklenburg-Vorpommern, Hessen) mit eigenen Social-Media-Präsenzen berücksichtigt wurden, befasst.

Polizeipräsident (m.d.W.d.G.b.) Hans-Jürgen Mörke erläuterte den Schritt zu Facebook damit, dass die Polizei sich „an das veränderte Kommunikationsverhalten der Menschen anpassen“ muss. Soziale Netzwerke – vor allem Facebook – sei daher auch für die Polizei von Interesse. „Wir versuchen, unsere Zielgruppen auf möglichst allen Kommunikationskanälen zu erreichen“, so Mörke.

Die Berliner haben es vorgemacht

Die brandenburgische Polizei folgt mit diesem Vorstoß jedenfalls dem Vorbild ihrer Berliner Kollegen. Dort ist man schon seit längerem in sozialen Netzwerken unterwegs.

Seit dem Frühjahr twittert die Berliner Polizei auf zwei Kanälen, mehr als 1000 Tweets und über 300 Fotos und Videos wurden abgesetzt. Über 50.000 sogenannte Follower bekommen allein über diesen Weg regelmäßig polizeiliche Informationen aus Berlin.

Von MAZonline

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