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Fahrerflucht: „Lausitz-Luder“ ohne Erinnerung

TV-Moderatorin vor Gericht Fahrerflucht: „Lausitz-Luder“ ohne Erinnerung

Es sind harte Vorwürfe, die TV-Moderatorin Natalie Langer, auch als „Lausitz-Luder“ bekannt, gemacht werden. Die 34-Jährige steht vor Gericht, weil sie nach einem Autounfall das Opfer schwer verletzt liegen gelassen hatte. Vor Gericht sagte sie nun, sie könne sich an nichts erinnern, weil sie zuviel getrunken habe. Und es gibt weitere Ungereimtheiten.

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Natalie Langer

Quelle: dpa

Berlin. Die Moderatorin Natalie Langer muss sich nach einem schweren Autounfall mit Fahrerflucht vor zweieinhalb Jahren wegen versuchten Mordes vor dem Berliner Landgericht verantworten. Unter Tränen berief sich die 34-Jährige zu Prozessbeginn am Montag auf fehlende Erinnerungen. Sie sei mit Bekannten unterwegs gewesen und habe auch Alkohol konsumiert. „Ich kann mich aber nicht erinnern, wie ich nach Hause gekommen bin“, sagte Langer. Später habe ihr Verlobter (43) vorgeschlagen, das Unfallfahrzeug – einen geleasten Mercedes – nach Polen zu schaffen und als gestohlen zu melden. So geschah es.

Vorwurf: Versuchter Mord durch unterlassene Hilfe

Zu dem tragischen Unfall war es am Morgen des 26. Juli 2013 im Stadtteil Treptow gekommen. Ein damals 47-jähriger Berufskraftfahrer hantierte laut Anklage gerade an seinem Lastwagen. Langer sei stark alkoholisiert und nicht mehr in der Lage gewesen, ihr Auto sicher zu führen. Sie habe den Mann erfasst. „Sie erkannte, dass er erheblich verletzt war“, heißt es in der Anklage. Anstatt Hilfe zu holen, sei sie weitergefahren, um einer Strafverfolgung zu entgehen. Versuchter Mord durch Unterlassen wird ihr unter anderem vorgeworfen.

Langer war als „Big Brother“-Teilnehmerin vor zehn Jahren bekannt geworden – auch, weil sie sehr freizügig auftrat. Die aus Hoyerswerda in der Oberlausitz stammende Frau hat sich dadurch den Namen „Lausitz-Luder“ eingehandelt. Derzeit ist sie bei einem privaten Musiksender als Moderatorin tätig. Im Prozess sitzt ihr Verlobter mit auf der Anklagebank. Ihm wird im Zusammenhang mit dem Unfall-Auto Unterschlagung sowie Beihilfe zur Verdeckung einer Straftat zur Last gelegt.

Nach dem Horrorcrash: „Das Auto muss weg“

Die Angeklagte erklärte immer wieder, dass sie keine Erinnerung habe. Zum Abendessen habe sie zwei Gläser Weißwein getrunken. Mit weiteren Freunden hätten sie sich dann in einem Club und danach in einer Bar im Stadtteil Wilmersdorf getroffen. Zeugen aus der Bar hatten später zu Protokoll gegeben, dass die Frau eine halbe Stunde vor dem Unfall in ihr Fahrzeug gestiegen sei. Sie habe „nicht mehr gerade gehen können“. Langer sagte nun, es sei ihr gesundheitlich nicht gut gegangen. Wie viel Alkohol sie in der Nacht vor dem Unfall konsumierte, könne sie nicht sagen.

Die Moderatorin gab zu, dass ihr geleastes Fahrzeuge kurz nach dem Vorfall nach Polen gebracht wurde. Ihr Verlobter habe eine Delle in dem Wagen entdeckt und erklärt: „Das Auto muss weg, für dich steht so viel auf dem Spiel.“ Sie habe eigentlich zur Polizei gehen und prüfen lassen wollen, ob sie etwas mit dem Unfall zu tun haben könnte.

Von MAZonline

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