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Brandenburg Falschmeldung: Vattenfall prüft rechtliche Schritte
Brandenburg Falschmeldung: Vattenfall prüft rechtliche Schritte
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13:43 24.04.2015
Vattenfall will in der Lausitz von Braunkohle auf Wind- und Solarenergie umsteigen. Quelle: dpa
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Potsdam, Berlin

Es klang zu gut, um wahr zu sein: Vattenfall wolle in der Lausitz von der Braunkohle abrücken und in den Aufbau von Wind- und Solarparks investieren. So hieß es in einer Pressemitteilung am Freitagmorgen – doch die stammt nicht von Vattenfall, wie Konzernsprecher Thoralf Schirmer gegenüber MAZonline sagte.

Vattenfall prüfe nun, wer hinter der Falschmeldung stecke und wer dem Konzern mit solchen Falschmeldungen schaden wolle. Wenn die Fälscher entlarvt werden, müssen sich mit juristischen Konsequenzen rechnen. Das Unternehmen prüfe rechtliche Schritte gegen die Akteure, hieß es.

Brandenburgs Wirtschaftsminister Albrecht Gerber (SPD) reagierte gegenüber der MAZ verärgert über den Fake. „Mit so etwas treibt man keine Scherze“, sagte er. „Ich halte das für völlig unverantwortlich.“ Die Debatte um die Zukunft der Braunkohle und den Klimaschutz sei vielschichtig. „Das Für und Wider bedarf einer breiten gesellschaftspolitischen Debatte, die man mit offenem Visier führen muss“, so Gerber.

In der Falschmeldung hieß es, Vattenfall wolle nach und nach von der Braunkohle abrücken und in der Lausitz auf Wind- und Solarenergie umstellen und dafür 10 Milliarden Euro in der Lausitz investieren. Bislang haben sich noch keine Umweltaktivisten zu der Aktion bekannt.

Wer auch immer dahinter steckt, hat sich Mühe gemacht. Die Pressemitteilung verweist auf eine Internetseite, die im Design von Vattenfall gehalten ist. Dort ist auch ein Video zu sehen, in dem Konzernvertreter das Engagement Vattenfalls auf dem Gebiet der Erneuerbaren Energien loben. Die Szenen sind echt, sie stammen von einem älteren Vattenfall-Video. Sie wurden so zusammengeschnitten und mit einer Off-Stimme gerahmt, dass der Eindruck einer Neuausrichtung des Konzerns entsteht.

Seit Herbst ist bekannt, dass Vattenfall seine Tagebaue und Braunkohle-Kraftwerke in Ostdeutschland verkaufen will. Ein Käufer steht noch nicht fest. Der Energieträger ist umstritten, weil er besonders umweltschädlich ist und ganze Orte für die Förderung abgebaggert werden müssen. Für Befürworter ist die Braunkohle ein wichtiger Arbeitgeber in der Lausitz mit rund 8000 Arbeitsplätzen.

Derzeit gibt es im zweitgrößten Braunkohlerevier Deutschlands großen Widerstand gegen die vom Bund geplante Abgabe für ältere Kohle-Kraftwerke. An diesem Samstag wollen Tausende Kohlekumpel in Berlin dagegen demonstrieren. Unter ihnen wird auch Wirtschaftsminister Gerber sein.

Von MAZonline

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