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Brandenburg Die WM kann kommen!
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11:12 02.06.2014
Ein echter Fan muss ordentlich ausgestattet sein. Quelle: dpa-Archiv

Zehn Tage vor Anpfiff der Fußball-Weltmeisterschaft fiebern neben den Fans auch Handel und Gastgewerbe dem umsatzträchtigen Großereignis entgegen. Von dem Turnier in Brasilien erhofft sich die regionale Wirtschaft für die Monate Juni und Juli weltmeisterliche Erlöse. "Das Ereignis bewegt die ganze Nation", sagt Nils Busch-Petersen, Hauptgeschäftsführer des Handelsverbands Berlin-Brandenburg.

Das Trikot der deutschen Nationalmannschaft und der offizielle WM-Ball Brazuca sollen die Kassen der Sportartikelhändler füllen. Trotz schwachen Frühjahrs rechnet DFB-Ausrüster Adidas mit einem Rekordjahresumsatz von zwei Milliarden Euro. In Potsdam präsentiert der Fachhändler Intersport die Marke seit Sonnabend auf Sonderverkaufsständen in den Bahnhofspassagen. Das Geschäft werde umso besser laufen, je länger die deutsche Mannschaft im Turnier bleibe, erwartet Filialleiter Jörg Eulau.

In den Supermärkten zeigt sich von Aldi bis Rewe überall das gleiche Bild: Fanartikel füllen die Regale, Hochglanzprospekte preisen Waren neben bunten Länderfähnchen. "Fans können bei uns für die Fußball-WM alles kaufen", sagt etwa Jörg Winkler, Geschäftsleiter von Real in Wildau (Dahme-Spreewald). Vom Fernseher bis zum brasilianischen Rinderroastbeaf setzt die Supermarktkette auf das Rundum-sorglos-Fanpaket.

Neben Grillfleisch, Chips und Süßigkeiten dürfte Bier in der Käufergunst ganz oben stehen. Ein in Schwarz-Rot-Gold gehülltes "Weltmeisterbier" soll etwa der Klosterbrauerei in Neuzelle (Oder-Spree) mehr Umsatz bescheren. Allgemein hätten die Brauer "hohe Erwartungen an die Trinkfreude der Fans", so Marc Oliver Huhnholz, Sprecher des Deutschen Brauer-Bunds. Die Branche verspricht sich für die WM-Monate ein Absatzplus von mindestens zwei Prozent. Im Vergleich zu 2013 würde das den Bierkonsum in Berlin und Brandenburg um 14.400 auf 734.500 Hektoliter steigern.

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Im Bereich der Unterhaltungselektronik sei die Nachfrage bereits spürbar gewachsen. "Für das Event wollen die Kunden einen großen Bildschirm in bester Auflösung", sagt Timm Hoffmann vom Branchenverband Bitkom. Aktuell im Trend liegen Ultra-HD-Fernseher und Curved-TV mit gewölbtem Bildschirm. Paradox: Die besonders hochauflösenden Geräte sind begehrt, obwohl der Fußball-Weltverband Fifa die WM-Bilder zumeist nur in einfacher HD-Qualität produziert.

Wirtschaftsexperten wie der Sportökonom Christoph Rasche sehen die gesteigerte Nachfrage jedoch nur als Strohfeuer. "Auf kurze Sicht profitieren die Firmen von der WM, später fallen die Kunden aber in alte Konsummuster zurück", prognostiziert der Experte von der Universität Potsdam.

Von einem durch die WM stark belebten Saisongeschäft könnten vor allem die Gastronomen profitieren, sofern das Wetter stimmt. Olaf Lücke vom Deutschen Hotel- und Gaststättenverband Brandenburg weiß jedoch, dass die Kunden anspruchsvoller geworden seien. Die Spiele zu übertragen, sei längst kein Alleinstellungsmerkmal mehr. "Erfolgreich ist, wer ein Event kreiert."

Von Bastian Pauly


 

 
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