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Fanmeilen-Händler nach EM 2016 frustriert

Wenig Andrang, wenig Umsatz Fanmeilen-Händler nach EM 2016 frustriert

Schlechtes Wetter bei den deutschen Vorrundenspielen, viele Spielpaarungen ohne Anziehungskraft und dann flog Deutschland im Halbfinale raus: Die Betreiber von Grill- und Getränkebuden auf der Berliner Fanmeile sind nach Ende des Turniers frustriert. Setzt man den Aufwand in Beziehung zum Ertrag, fällt das Ergebnis ernüchternd für Gewerbetreibende aus.

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Beim Public Viewing hätte durchaus mehr los sein können, meinen die Händler.

Quelle: dpa

Berlin. Hoher Aufwand, geringer Ertrag: Die Händler auf der Berliner Fanmeile ziehen zum Abschluss des EM-Turniers ein negatives Fazit. Viele Betreiber der Imbiss- und Getränkestände waren mit den Umsätzen nicht zufrieden, wie eine dpa-Umfrage ergab. „Es lief unglaublich schlecht, wir haben an keinem Tag das eingenommen, was wir vor zwei Jahren bei der Weltmeisterschaft umgesetzt haben“, sagte etwa ein Bier-Verkäufer. Ein anderer Getränke-Anbieter sagte: „Es war schon verdammt wenig los. Daran hatten wir alle zu knabbern.“

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Die Händler auf der Berliner Fanmeile ziehen zum Abschluss des EM-Turniers ein sehr durchwachsenes Fazit. Zu wenig Gäste – und zu wenig Kaufkraft. Mit der WM 2014 ließe sich das lange nicht vergleichen. Wir zeigen euch in Bildern, wie es auf der Fanmeile war.

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Viele Händler waren enttäuscht vom geringen Besucher-Andrang, der mit dem der Weltmeisterschaft vor zwei Jahren nicht vergleichbar gewesen sei. Schlechtes Wetter bei den deutschen Vorrundenspielen, viele Spielpaarungen ohne Anziehungskraft - die möglichen Gründe für die vergleichsweise niedrigen Besucherzahlen sind vielfältig. Zudem hätten die strikten Einlasskontrollen viele potenzielle Besucher abgeschreckt, vermuteten einige Betreiber von Imbiss- und Getränkebuden während des Finalspiels am Sonntagabend.

Kritik an den Vorgaben des Veranstalters

Gerade im hinteren Bereich der Fanmeile zeigten sich die Bulettenbrater und Bierzapfer nach den vier Wochen frustriert. Insbesondere in der Vorrunde kamen nicht annähernd so viele Besucher auf die Fanmeile wie noch vor zwei Jahren. Erst zu den deutschen K.o.-Spielen wurde es voller.

Einige Betreiber kritisierten auch die Vorgaben des Veranstalters: Alle Getränke und Speisen hätten von einem Großhändler zu überhöhten Preisen bezogen werden müssen. Teilweise investierten die Händler ihren Angaben zufolge fünfstellige Summen, um auf der Fanmeile präsent zu sein. Unter drei Euro ging so gut wie keine Bratwurst über die Theke.

Offizielle Zahlen stehen noch aus

Offizielle Bilanz-Zahlen gibt es noch nicht: Beim Berliner Hotel- und Gaststättenverband (DEHOGA Berlin) hieß es, man habe keine Kenntnis über die Bilanz der auf der Fanmeile vertretenen Mitglieder. Der Fanmeilen-Veranstalter war am Montagvormittag nicht zu erreichen.

Trotz fehlender deutscher Beteiligung am EM-Finale fanden sich am Sonntagabend nach Veranstalterangaben mehrere zehntausend Besucher auf der Feier-Meile am Brandenburger Tor ein. Das Halbfinale der deutschen Mannschaft gegen Frankreich hatten 150 000 Fans verfolgt und damit für den größten Andrang auf der Fanmeile beim diesjährigen Turnier gesorgt.

Von Markus Plüm

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