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Fast 100.000 Euro für schriftliches Kulturgut

Kulturförderung Fast 100.000 Euro für schriftliches Kulturgut

Das Geheime Staatsarchiv Preußischer Kulturbesitz erhält aus dem „Sonderprogramm 2017 zur Erhaltung des schriftlichen Kulturerbes“ von Kulturstaatsministerin Monika Grütters eine Förderung von 50.000 Euro zum Schutz der „Ostpreußischen Folianten“. Rund 40.000 Euro erhält die Kunstbibliothek der Staatlichen Museen zu Berlin.

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Das Geheime Staatsarchiv Preußischer Kulturbesitz erhält aus dem „Sonderprogramm 2017 zur Erhaltung des schriftlichen Kulturerbes“ von Kulturstaatsministerin Monika Grütters eine Förderung von 50.000 Euro zum Schutz der „Ostpreußischen Folianten“.

Quelle: © GStA PK / Vinia Rutkowski

Potsdam. Die Stiftung Preußischer Kulturbesitz (SPK) bekommt fast 100.000 Euro aus dem Bundesprogramm zum Erhalt des schriftlichen Kulturerbes. Mit dem Geld sollen wertvolle ostpreußische Folianten aus dem Geheimen Staatsarchiv gereinigt und fachgerecht gelagert werden, wie die Stiftung am Montag mitteilte. Die starkleibigen Amtsbücher stammen aus dem 16. bis 18. Jahrhundert und gelten als wichtige Quelle für die preußische Geschichte. „Die rund 16.800 ostpreußischen Folianten stammen aus den Registraturen von Königsberger Behörden, die ihr Schriftgut nach alten Traditionen in solchen „Folianten“ organisierten, einer Übergangsform zwischen spätmittelalterlichen Amtsbüchern und frühneuzeitlichen Akten. Damit haben sie auch formal großen archivgeschichtlichen Wert“, so die SPK.

Ausschnitt einer Initiale, 15

Ausschnitt einer Initiale, 15. Jh., Deckfarben auf Pergameont. Starke Spannungen im Objekt aufgrund fehlerhafter Montage und dadurch hervorgerufene Abplatzungen an den Malschichten und der Vergoldung.

Quelle: GStA PK / Vinia Rutkowski

Zweites Förderprojekt ist eine Sammlung der Berliner Kunstbibliothek, die Schriftkunst von den Karolingern bis heute vereint. In beide Projekte fließen auch Eigenmittel der Stiftung. Die Bestandsgruppe „Schriftkunst“ in der Kunstbibliothek wurde in den Jahren 1880-1930 aufgebaut. Sie umfasst Beispiele für Schrift als künstlerische Ausdrucksform, darunter vor allem seltene handschriftliche Unikate – von karolingischen Minuskeln bis zur Kalligrafie des 20. Jahrhunderts aus verschiedenen Kulturkreisen, beispielsweise islamische Schriftkunst. Es finden sich auch Schriftzeichnungen in besonderen Formaten, etwa ausgeschnittene Initialen und Seiten mittelalterlicher Handschriften oder Schriftmuster auf Urkunden, Lehrbriefen, Albumblättern und Wandsprüchen. Die verwendeten Materialien und angewandten Techniken sind vielfältig: Pergament, Papier, Tinte, Farbpigmente, Blattgold, Collagen, Holzschnitte, Zeichnungen, Buchdruck und mehr. Der konservatorische Zustand der Objekte lässt eine Benutzung im Studienbetrieb in den meisten Fällen nicht mehr zu, obwohl die Sammlung bis heute für Forschung und Lehre vorgesehen ist, insbesondere für den Studiengang „Visuelle Kommunikation“, teilt die SPK weiter mit.

Von dpa

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