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Fast 2600 Schüler wiederholen Mathe-Abi

Panne bei Prüfungen in Brandenburg Fast 2600 Schüler wiederholen Mathe-Abi

Das Ausmaß der Panne beim diesjährigen Mathe-Abi in Brandenburg ist größer als gedacht. Wie am Donnerstag bekannt wurde, werden 42 Prozent der Schüler die Matheprüfung wiederholen. Doch wer hat Schuld, dass der Stoff nicht richtig vermittelt wurde? Eine Auswertung dazu liegt nun vor.

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Quelle: dpa

Potsdam. Das Ausmaß der Panne beim diesjährigen Mathe-Abitur ist größer als gedacht. 2580 Schüler, das sind 42 Prozent, werden die diesjährige Matheprüfung am 12. Juni wiederholen, weil ihnen der Stoff nicht richtig vermittelt wurde. Das teilte Bildungsminister Günter Baaske (SPD) am Donnerstagmorgen in Potsdam mit.

Es gebe keine klare Schuldzuweisung, warum der Stoff nicht richtig vermittelt wurde, sagte Baaske. Deswegen werde er auch von nachträglichen Disziplinarmaßnahmen absehen. „Die Schwierigkeiten beim schriftlichen Mathematik-Abitur im Land Brandenburg sind nicht auf grundsätzliche Fehler im Bildungsbereich zurückzuführen“, betonte er. Vielmehr hätte einzelne Versäumnisse dazu geführt, dass viele Schüler einen Teil der Aufgaben nicht lösen konnten.

18-seitiges Gutachten vorgelegt

Die beiden Bildungsexperten Andreas Borowski und Ulrich Kortenkamp haben in den vergangenen Wochen untersucht, was genau beim Mathe-Abi schiefgelaufen ist. Dem Ministerium liegt nun ein 18-seitiges Gutachten vor, in dem 38 Eintelfragen beantwortet werden. Die Auswertung kommt unter anderem zu dem Ergebnis, dass 30 Prozent der Schulen verpflichtende Fortbildungen zum neuen Rahmenlehrplan geschwänzt haben. In Zukunft werde man den Schulleitern aber Disziplinarmaßnahmen an die Hand geben, um Lehrer zur Teilnahme an der Fortbildung zu verpflichten.

Hunderte Schüler hatten sich im Mai über zu schwere Prüfungsaufgaben beschwert. Konkret ging es um die schriftliche Aufgabe 2.1 mit dem Titel „Der Eisbecher“. Darin geht es um einen anspruchsvollen Aspekt des ohnehin komplizierten Bereichs der natürlichen Logarithmus-Funktionen. Dass so etwas im Mathe-Leistungskurs geprüft wird, ist völlig in Ordnung – sofern der Stoff vorher im Unterricht vermittelt wurde. Dies war jedoch in vielen Brandenburger Schulen nicht der Fall. Für Brandenburgs Bildungspolitik ist der Vorgang ein Armutszeugnis.

Brandenburg ist damit nicht alleine. Auch in Sachsen sorgt eine Panne beim Mathe-Abi für Ärger. Auch hier klagen Schüler über eine deutlich zu schwere Prüfung.

Von Torsten Gellner

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