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Fast jeder Zweite ist Cybercrime-Opfer

Umfrage zur Internetkriminalität Fast jeder Zweite ist Cybercrime-Opfer

Knapp die Hälfte der Deutschen ist bereits Opfer von Internetkriminalität geworden, vor allem durch Viren, Trojanern oder Computerwürmern, aber auch Identitätsraub. Das ist das Ergebnis einer aktuellen Umfrage anlässlich des „Safer Internet Day“ am 9. Februar. Dabei zeigt sich, dass ältere Nutzer anders mit ihren Daten umgehen als die „Generation Selfie“.

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Angriffe im Netz erfolgen in den meisten Fällen mit Viren, Trojanern oder Würmern. Datenklau rangiert auf Platz zwei.

Quelle: dpa

Potsdam. Fast jeder Zweite, in Zahlen: 48 Prozent, ist bereits Opfer von Internetkriminalität geworden – in den meisten Fällen über sogenannte Schadsoftware wie Viren oder Trojaner. Das ist das Ergebnis einer aktuellen Umfrage von TNS Emnid im Auftrag der Computerhilfe der Deutschen Telekom. Die Meinungsforscher befragten 1.070 Internetnutzer nach ihrem Umgang mit persönlichen Daten im Internet anlässlich des „Safer Internet Day“ am 9. Februar.

Die Angriffe treffen Nutzer aller Altersgruppen und erfolgen am häufigsten mit Viren, Trojanern oder Computerwürmern. 45 Prozent der Befragten sind schon einmal in Kontakt mit so genannter „Malware“ gekommen, zu deutsch schadhafte Software. Es folgen Phishing-Delikte wie die Entwendung von Zugangsdaten mit acht Prozent und Identitätsdiebstahl mit vier Prozent.

Ältere User gehen vorsichtiger mit Daten um

Die Umfrage zeigt auch: Die Sensibilität für den Umgang mit persönlichen Daten im Netz variiert sehr stark. Ältere User sind demnach vorsichtiger als jüngere. So geben insgesamt 54 Prozent der Befragten ihren Namen ohne größere Bedenken im Internet weiter, bei den 30- bis 39-Jährigen sind es 60 Prozent, von den über 60-Jährigen 42 Prozent. Ähnlich ist es beim Umgang mit der E-Mail-Adresse: Hier gab die Hälfte der Befragten an, diese sorglos weiterzugeben, die 30- bis 39-Jährigen sogar zu 61 Prozent. Die vorsichtigste Altersgruppe sind erneut die über 60-Jährigen, von denen nur 36 Prozent ihre E-Mail-Adresse ohne Nachdenken im Netz angeben.

Die sorglose „Generation Selfie“ der 14-bis 39-Jährigen

Mit jedem Klick, jeder Google-Suche, Umfrage, Online-Bestellung und jedem Beitrag in sozialen Netzwerken eine Datenspur zu hinterlassen, ist das Eine. Anders sieht es bei Anschrift, Telefonnummer und Fotos aus: Mit diesen Daten gehen die Befragten deutlich sensibler um. Nur 29 Prozent der Befragten haben kein Problem damit, ihre Anschrift zu nennen, immerhin 21 Prozent geben ihre Telefonnummer ohne Zögern ein. Bei Bildern ist das Ergebnis eindeutig: Nur 13 Prozent der Umfrageteilnehmer geben diese leichtfertig weiter. Sorgloser ist die „Generation Selfie“ (14-39 Jahre): Hier geben 19 Prozent an, Bilder bedenkenlos ins Netz zu stellen, während dies bei der Gruppe über 40 nur acht bis zehn Prozent angeben.

Expertentipps: Zurückhaltung und regelmäßige Updates

„Grundsätzlich sollte man bei der Weitergabe persönlicher Daten im Internet sehr zurückhaltend sein“, betont Jochen Beck, Experte von der Computerhilfe der Telekom. Ansonsten gelten generelle Sicherheitstipps: Software sollte immer auf dem neuesten Stand sein, Passwörter sollten gut überlegt sein und regelmäßig gewechselt werden, Downloads sollten nur von vertrauenswürdigen Seiten der Hersteller geladen werden, so Computer-Experte Beck. Bei Nutzung eines WLAN-Netzwerks sollte dieses mit dem aktuellen Verschlüsselungsstandard gesichert werden. Und schließlich sollten in sozialen Netzwerken private Fotos und Informationen nicht öffentlich gepostet werden.

Von MAZonline

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