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Festnahme von „Allah“-Rufer nur ein Fake

Darüber lacht das Internet Festnahme von „Allah“-Rufer nur ein Fake

Ein gefakter Zeitungsartikel macht bei Facebook-Furore. In dem erfundenen Text ist von der Festnahme eines jungen Mannes in Brandenburg die Rede. Der 32-Jährige habe Mitreisende mit Ausrufen wie „Allah in Müncheberg“ verängstigt. Bei der Festnahme konnte das Missverständnis aufgelöst werden, heißt es. Jetzt ist klar: Die Geschichte ist ein Fake – aber sehr lustig.

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Gefakte Zeitungsmeldung.

Quelle: Screenshot/ Facebook

Potsdam. In den sozialen Netzwerken kursiert ein vermeintlich echter Zeitungsausschnitt. Demnach wurde kurz nach der Bluttat in „Garfing“ [sic] – in Grafing hatte ein Mann laut „Allah ist am größten“ gerufen und mehrere Reisende mit einem Messer verletzt und einen Mann getötet – ein weiterer „Allah“-Rufer verhaftet. In Brandenburg – genauer in Märkisch-Oderland.

In der angeblichen Agentur-Meldung (genannt werden AFP und dpa) ist die Rede davon, dass kurz nach der blutigen Tat in Bayern ein Mann aus Hessen in Müncheberg verhaftet worden sei. Demnach habe er „lautstark über sein Handy telefoniert und dabei Sätze wie „Allah in Müncheberg“, „Allah ist gut“ und „Allah tschüss“ gerufen“.

Mitreisende, so heißt es in dem Text, seien derart verängstigt gewesen, dass sie sich über die Gleise in Sicherheit gebracht hätten. Die Polizei wurde gerufen und der Mann festgenommen, so der Bericht.

Hessische Mundart

Bei der Vernehmung habe sich dann herausgestellt, dass der vermeintliche Terrorist nur mit seinem Bruder telefoniert und seine Ankunft durchgegeben habe. Das Wort „Allah“, so habe der 32-Jährige gegenüber der Polizei erklärt, sei ein hessisches Füllwort und er habe nur mit seinem Bruder über seinen Aufenthaltsort bzw. Heimkehr informiert.

Ein Kriminaldirektor namens Maik Kowalski hatte die Angaben angeblich gegenüber der Agentur bestätigt.

Schnell machte die Meldung seine Runde über Facebook und WhatsApp.

Spielverderber RNF

Am Donnerstag dann die Auflösung: Die Geschichte ist ein Fake – erstunken und erlogen, aber durchaus amüsant.

Wie das „Rhein-Neckar-Fernsehen“ ( RNF) berichtet, habe eine Recherche bei der Polizei ergeben, dass „keine Dienststelle den Fall des 32-Jähriges aus Südhessen“ kennen würde. Zudem sei ein Kriminaldirektor Maik Kowalski unbekannt.

Von MAZonline

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