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Feuerwehr-Held rettet Emilia vor dem Feuer

Teddy für die Tapferkeit Feuerwehr-Held rettet Emilia vor dem Feuer

Emilia Schulze aus Velten hat einen Lebensretter. Feuerwehrmann Tim Conrad rettete das kleine Mädchen aus dem Wohnblock in Velten, bei dem ein Feuer ausgebrochen war. Einfach nach unten zur Tür raus – das ging nicht. Als die Drehleiter kam, wurde Emilia mulmig. Doch der Feuerwehrmann hatte einen Kniff und wurde zum Helden.

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Feuerwehrmann Tim Conrad und Emilia-Marie Schulze.

Quelle: Julian Stähle

Velten. Die kleine Emilia-Marie hatte Angst. Sie weigerte sich, in den Korb der Drehleiter zu steigen, als es brannte und sie gemeinsam mit ihrer Familie auf dem Balkon auf ihre Retter wartete. Tränen fließen. Doch Tim Conrad wusste Rat. Der Feuerwehrmann, der am Dienstagabend beim Brand eines Hauses in Velten gemeinsam mit anderen Kameraden 126 Mieter evakuierte, versprach der Sechsjährigen kurzerhand einen Teddy als Belohnung. Schon hatte er gewonnen – das Mädchen begab sich in die Arme ihres Retters. Insgesamt 16 Meter ging es in die Tiefe. Tim Conrad hielt Wort und belohnte Emilias Mut. Den Teddy umschließt sie ganz fest. Dem blonden Mädchen wird von Rettungskräften anschließend eine Decke umgelegt. Dann geht es für sie und ihre schwangere Mutter in die nahe gelegene Turnhalle.

Emilia bekommt den versprochenen Teddy

Emilia bekommt den versprochenen Teddy.

Quelle: Julian Stähle

Starker Rauch – Evakuierung des Blocks

Es war 19.07 Uhr. Gerade ging am Dienstagabend die Mitgliederversammlung des Feuerwehrfördervereins Florian in Velten (Oberhavel) zu Ende, als bei der Wache in der Mittelstraße der Alarm einging: Gebäudebrand in der Jacob-Plohn-Straße 7 in Velten-Süd! Sofort rückten die 20 Kameraden der Veltener Wehr mit sechs Fahrzeugen aus. Es brannte im Kellerverschlag eines Hauses, in dem erst vor zwei Wochen ein Kinderwagenbrand im Hausflur für Aufregung gesorgt hatte.

Bei dem Feuerwehreinsatz wurden 10 Menschen verletzt

Bei dem Feuerwehreinsatz wurden 10 Menschen verletzt.

Quelle: dpa-Zentralbild

Starke Rauchentwicklung machte diesmal eine Evakuierung des Blocks nötig. Die Hennigsdorfer Wehr wurde zur Unterstützung angefordert. 135 Wohnungen der Genossenschaft „Vorwärts Velten“ waren zu räumen. Gleichzeitig konnten die Kameraden um Einsatzleiter Heiko Nägel die Flammen schnell unter Kontrolle bringen und löschen.

Schon wieder brennt dasselbe Haus

„Das kann doch kein Zufall sein, dass schon wieder dasselbe Haus brennt“, bringt ein Mieter auf den Punkt, was viele in Velten denken. Auch die Polizei. Michael Rittmüller, Einsatzleiter der Polizeiinspektion Oberhavel, erklärte, dass der Brandort von Kripo-Spezialisten untersucht werde. „Wir prüfen mögliche Verbindungen, Tatzusammenhänge mit dem Kinderwagenbrand vom 21. Februar“, so Rittmüller. Die Kripo hatte bereits mit Vernehmungen begonnen.

Unterschlupf finden die Menschen während der Evakuierung in einer Turnhalle

Unterschlupf finden die Menschen während der Evakuierung in einer Turnhalle.

Quelle: Julian Stähle

Zehn Verletzte gab es an dem Abend, darunter ein Feuerwehrmann, der einen Stromschlag erlitten hatte. Er und weitere vier Personen wurden ins Krankenhaus gebracht. Für die Bewohner von zehn Wohnungen, die als nicht bewohnbar eingestuft wurden, fand man schnell Ersatzunterkünfte.

Von MAZonline

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