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Brandenburg Feuerwehrfrau wurde mit Anzeige gedroht
Brandenburg Feuerwehrfrau wurde mit Anzeige gedroht
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00:19 09.10.2017
Die Feuerwehr ist auch am Freitag im Einsatz. Quelle: dpa
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Königs Wusterhausen

Für die Einsatzkräfte war es ein anstrengender Tag, der noch lange in Erinnerung bleiben wird: Sturm „Xavier“ hatte am Donnerstag ganz Brandenburg in einen Ausnahmezustand versetzt. Feuerwehrleute sprachen von einer „Katastrophe“, sie waren seit etwa 15 Uhr im Dauereinsatz. Größtenteils schlug ihnen von Bürgern viel Verständnis und eine große Hilfsbereitschaft entgegen. Doch nicht alle Helfer haben gute Erfahrungen gemacht: Einer Feuerwehrfrau aus dem Raum Königs Wusterhausen wurde mit einer Anzeige gedroht. Die junge Frau, die anonym bleiben möchte, berichtet der MAZ von dem denkwürdigen Einsatz.

„Als Kameraden bei der Freiwilligen Feuerwehr waren wir bis zum frühen Vormittag alle noch arbeiten. Als der Sturm dann begann, sind wir ausgerückt und waren während des gesamten Sturmes auf Einsätzen unterwegs. Die Einsätze häuften sich, je dunkler es wurde, desto schwerer war es, Dinge gut zu erkennen. Im Raum Königs Wusterhausen haben wir mit drei Einsatzkräften einen Baum zerschnitten, der auf die Straße gefallen war. Wir räumten Äste und Laub beiseite. Da kam ein Anwohner aus seinem Haus und sagte, das könnten wir auch ordentlich machen. Wenn er auch nur einen Ast auf seiner Hecke hätte, würde er uns anzeigen.“

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„Wir gehen auf so etwas in der Regel nicht ein“, erzählt die Feuerwehrfrau weiter. „Aber wenn jemand während eines stundenlangen Einsatzes mit einer aggressiven Stimme wegen seiner Gartenhecke mit einer Anzeige droht, nimmt einen das schon mit. Ich habe lediglich gesagt, wir räumen hier alles weg. Wir haben das runtergeschluckt und es ging weiter.

Dieses Verhalten sei nach ihren Angaben aber nicht der Regelfall: „Wir bekommen von vielen Leuten Anerkennung und Dankbarkeit.“ Worüber sie sich in einer solchen Situation am meisten freuen würde? „Eine Tee oder Kaffee, während wir stundenlang draußen im Einsatz sind – das sind Stunden, die sich läppern.“

Von Christina Koormann/MAZonline

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