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Feuring-Vertrauter wird Polizeipräsident

Hans-Jürgen Mörke setzt sich im Bewerberverfahren durch, obwohl er umstritten ist Feuring-Vertrauter wird Polizeipräsident

Die Suche nach einem neuen Polizeipräsidenten für Brandenburg ist offenbar beendet. Hans-Jürgen Mörke (60) hat sich nach MAZ-Informationen in dem Bewerbungsverfahren durchgesetzt. Die Personalie ist heikel: Mörke gilt als rechte Hand von Ex-Innenstaatssekretär Arne Feuring, der nach Manipulationsvorwürfen zurückgetreten war.

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Bald an der Spitze: Hans-Jürgen Mörke.

Quelle: FOTO: HÜBNER

Potsdam. Die Suche nach einem neuen Polizeipräsidenten für Brandenburg ist offenbar beendet. Hans-Jürgen Mörke (60) hat sich nach MAZ-Informationen in dem Bewerbungsverfahren durchgesetzt. Die Personalie soll am kommenden Dienstag im Kabinett behandelt werden. Mörke hatte das Amt seit vergangenem Herbst kommissarisch inne. Das Innenministerium wollte die Personalie auf Anfrage nicht bestätigen. „Zu Personalspekulationen äußern wir uns nicht“, sagte Sprecher Ingo Decker. Über die Besetzung werde zeitnah informiert.

Mörke hat einen umstrittenen Vertrauten

Mörke ist ein enger und langjähriger Vertrauter des umstrittenen Ex-Innenstaatssekretärs Arne Feuring, der inzwischen – nach heftiger Kritik – zurückgetreten und ins Umweltministerium gewechselt ist. Feuring war wegen falscher Polizeistatistiken und seiner Einmischung in den Maskenmann-Fall unter Beschuss geraten. Deswegen ist auch Mörkes Aufstieg zum Polizeipräsidenten heikel: Mörke leitete den Führungsstab in dem Entführungsfall, bei dem einseitig ermittelt worden sein soll und kritische Beamte unter Druck gerieten.

Vorwurf: Feuring verhalf Mörke mit einem Trick zur Bewerbung

Außerdem, so hatte der RBB im Frühjahr berichtet, soll Feuring seinem Vertrauten mit einem Trick dazu verholfen haben, sich überhaupt als Präsident zu bewerben: Nach geltendem Beamtenrecht hätte Mörke Ende vergangenen Jahres in den Ruhestand wechseln sollen. Feuring beförderte ihn in eine höhere Besoldungsgruppe und hob damit dessen Pensionsalter an.

Die Opposition hatte sich entsprechend kritisch geäußert: „Mörkes Ernennung würde die Fortsetzung von Pleiten, Pech und Pannen“ bedeuten, hatte CDU-Innenexperte Björn Lakenmacher gesagt.

Von Torsten Gellner

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