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Brandenburg Filmreife Polizei-Aktion
Brandenburg Filmreife Polizei-Aktion
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20:00 03.04.2013
POTSDAM

Zwei tschechische Autoknacker hatten gegen 2.30 Uhr im Wall am Kiez einen Skoda Octavia kurzgeschlossen und waren in Richtung Süden geflüchtet. Die 36 und 37 Jahre alten Männer hatten allerdings nicht damit gerechnet, dass das Nummerschild unterwegs von einem automatischen Kennzeichen-Erfassungssystem der brandenburgischen Polizei (KESY) erkannt werden würde. Der Wagen war zur Fahndung ausgeschrieben, die 46-jährige Besitzerin hatte ihn als gestohlen gemeldet. Die märkischen Fahnder informierten sofort ihre sächsischen Kollegen.

Ab da kam es laut Thomas Knaup von der Polizeidirektion Görlitz zu „filmreifen Szenen“. Streifenwagen der Autobahnpolizei Dresden versuchten den Skoda noch auf der A 13 zu stoppen. Aber die Diebe durchbrachen die Kontrollstelle und rasten über die A 4 Richtung Bautzen. In Uhyst verließ der geklaute Oktavia gegen halb fünf die Autobahn und preschte – verfolgt von vier Streifenwagen – mit unverminderter Geschwindigkeit durch den noch im Tiefschlaf liegenden Ort. Ein Polizei-BMW – von den Dieben abgedrängt – hielt dagegen. Der Skoda kam von der Straße ab und krachte an einen Zaun. Der Fahrer (37) wurde leicht verletzt. Kurz darauf klickten bei ihm und seinem Kumpan die Handschellen. Der Schaden am Fluchtauto: 20 000 Euro, an zwei Streifenwagen: 16 000 Euro.

Für den Görlitzer Polizeisprecher Knaup war die Aktion trotz der Blechschäden ein Erfolg. Wie Brandenburgs Grenzraum leidet auch Ost-sachsen unter einer wachsenden Zahl von Autodiebstählen. Der Gemeinsamen Fahndungsgruppe Autobahn – besetzt aus Landes- und Bundespolizei – sei es im vergangenen Jahr gelungen, den 100. gestohlenen Wagen seinem Besitzer zurückzugeben, so Knaup. „Aber einige Hundert bleiben wohl für immer verschwunden.“ Görlitz liegt bundesweit auf Platz zwei beim Autoklau (2011: 161). Mehr sind es nur in Frankfurt an der Oder (243). Beide Städte bieten mit offenen Grenzübergängen perfekte Fluchtmöglichkeiten – auch für Fahrzeuge, die im Bundesgebiet gestohlen und nach Osteuropa gebracht werden.

Laut Ingo Decker, Sprecher im Brandenburger Innenministerium, hat sich die Kennzeichen-Erfassung mit Hilfe von Videogeräten im Kampf gegen Autodiebe bewährt. „Wir verzeichnen immer mehr Aufgriffe durch KESY.“ Kennzeichen-Erfassung und Handy-Ortung hatten aus Datenschutzgründen immer wieder für politischen Streit gesorgt. Beide Überwachungsmaßnahmen können in Brandenburg seit Anfang 2012 für fünf Jahre befristet eingesetzt werden. Bundesweit werden pro Jahr fünf Millionen Fahrzeuge von KESY erfasst. (Von Volkmar Krause)

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