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Brandenburg Finanzämter sind schneller geworden
Brandenburg Finanzämter sind schneller geworden
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17:56 24.05.2016
Formular für Steuererklärung. Quelle: dpa
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Potsdam

Gute Nachricht für alle, die auf eine Steuerrückerstattung warten: Brandenburgs Finanzämter sind beim Bearbeiten der Steuererklärungen im Vergleich zum Vorjahr um fast zehn Tage schneller geworden. Das geht aus einer Erhebung des Bundes der Steuerzahler hervor. Mit einem durchschnittlichen Bearbeitungszeitraum von 40 Tagen schiebt sich Brandenburg im Ranking der Bundesländer auf den dritten Platz vor. Schneller sind nur die Finanzbeamten in Rheinland-Pfalz (38,5 Tage) und Hamburg (37,8 Tage).

Ludwig Zimmermann, Vorsitzender des Bunds der Steuerzahler Brandenburg, begrüßte die deutlich verbesserte Bearbeitungszeit. „Ideal wäre es natürlich, wenn die Steuererklärung nach einem Monat bearbeitet werden würde“, sagte er. „Aber 40 Tage sind auch schon ein akzeptabler Wert. Ich denke, unsere Kritik an langen Bearbeitungszeiten hat gefruchtet.“ Die Veröffentlichung des Finanzamt-Rankings sei ein Ansporn für die Behörden und Finanzministerien, die Bearbeitungszeiten zu verbessern.

827 Euro Rückerstattung sind Durchschnitt

Eine sorgfältig gemachte Steuererklärung lohnt sich, sagt Ludwig Zimmermann, Chef des Bundes der Steuerzahler Brandenburg. 875 Euro zahlen die Finanzbehörden im Durchschnitt an zu viel gezahlter Steuer zurück.

Doch bisweilen fordert der Fiskus auch Geld zurück: Nachforderungen betragen laut dem Statistischen Bundesamt im Schnitt 954 Euro.

Rund 20 Prozent aller Befragten gaben in einer repräsentativen Umfrage des Hamburger Instituts Mafo an, dass sie nie eine Steuererklärung abgeben. Unter den 18- bis 30-Jährigen waren es fast 34 Prozent.

Im Finanzministerium erklärt man die verbesserten Fristen mit zunehmender automatisierter Bearbeitung der Bescheide und Strukturreformen. So wurden in zwei Fällen kleinere Finanzämter zusammen gelegt (2013: Finsterwalde und Calau, sowie 2015 Fürstenwalde und Frankfurt (Oder). Damit seien Abläufe verbessert worden.

Der Chef der Steuergewerkschaft in Brandenburg, Hans-Holger Büchler, verwies auf „hoch motivierte Mitarbeiter“. Die arbeiteten trotz angespannter Personallage so, dass die „Steuerpflichtigen nichts von den Umständen merken“. Tatsächlich sind in der Finanzverwaltung derzeit rund 160 Stellen nicht besetzt., der Krankenstand lag Ende 2015 bei 28 Tagen. Allerdings sei der Preis für ein schnelles Abarbeiten der Steuerbescheide nicht selten eine höhere Fehlerquote. Das, so Büchler, kreide Jahr für Jahr der Landesrechnungshof an. Deshalb sei – trotz kürzer gewordener Bearbeitungszeit – mehr Personal dringend nötig. Büchler: „Im Jahr 2010 gab es noch mehr als 3550 Stellen, heute sind es 3200. Als Zielzahl gilt bundesweit 4000.

Die Mehrheit der Steuerzahler in Deutschland, die eine Steuererklärung abgibt, erstellt und versendet sie selbst. Das ist das Ergebnis einer repräsentativen Umfrage des Hamburger Instituts Mafo. Demnach versenden rund 40 Prozent der Befragten, die überhaupt eine Erklärung abgeben, diese online per Elster oder mit Hilfe eines Steuerprogrammes. Rund 32 Prozent von ihnen verwenden dafür die Papierform. Und fast ein Drittel der Befragten, die sie abgeben, beauftragt einen Steuerberater, der alles erledigt (27,9 Prozent). Besonders häufig wählten diesen Weg Befragte, deren Haushaltsnettoeinkommen zwischen 2500 und 3000 Euro liegt.

Von Ulrich Wangemann

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