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„Fisch des Jahres 2015“: Das war die Party

Angelwettbewerb der MAZ „Fisch des Jahres 2015“: Das war die Party

80 Angelfreunde haben für die Aktion „Fisch des Jahres 2015“ von MAZ, Anglerverband und Fachgeschäft „Angeljoe“ ihre besten Fänge eingereicht – beziehungsweise Bilder davon. Pflicht war dabei der abgebildete Zollstock. Am Wochenende stieg in Rangsdorf die Abschlussparty.

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Nach der Preisverleihung ging es an den Kiessee: Helga Nerlich (l.) und Lothar Jokiel mit MAZ-Los-Fee Lisa Ritscher.

Quelle: Julian Stähle

Rangsdorf. Das Schöne am Angeln ist: Man kann die Trophäe verspeisen. „Am besten gebraten mit Butterstulle – das ist das beste Fischgericht“, sagt Felix Becker, einer der Sieger beim Wettbewerb „Fisch des Jahres 2015“ von MAZ, dem Landesanglerverband und dem Fachgeschäft „Angeljoe“. Becker, der Zubereitungspurist aus Bad Saarow (Oder-Spree), hatte eine 2,3 Kilogramm schwere Quappe aus der Oder gezogen – bei Minusgraden und im Dunklen, auf einer Buhnenspitze in der Oder stehend. Die Jury fand das absolut preiswürdig: Eine Favorit-Rute erhielt Becker bei der Abschlussparty am Sonnabend am Anglerheim am Rangsdorfer Kiessee (Teltow-Fläming).

Angler verraten ihre besten Fangplätze bekanntlich nicht, aber einen Tipp hat Raubfisch-Experte Becker: „Strömung und möglichst schweres Blei!“

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Rangsdorf, 30.04.2016 – Am Kiessee in Rangsdorf (Teltow-Fläming) wurde am Samstag kräftig geangelt und gefeiert. Die MAZ lud zur Siegerehrung ihrer Aktion „Fisch des Jahres 2015“.

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80 Angelfreunde haben ihre besten Fänge eingereicht – beziehungsweise Bilder davon. Pflicht war dabei der abgebildete Zollstock. MAZ-Chefredakteur Thoralf Cleven übergab den stolzen Gewinnern die Preise – von der Profi-Karpfenrolle bis zur Köder-Tüte. „Es ist faszinierend, welch weite Wege die Gewinner auf sich genommen haben, um beim Fest dabei zu sein“, sagt Preissponsor und Mitveranstalter Jonas Müller von „Angeljoe“. Von Elbe-Elster bis zum Löwenberger Land – zwei Stunden Anfahrt war für viele Ausgezeichnete Ehrensache. Die Bandbreite der Charaktere und Professionalisierungsgrade mache den Angelsport im Land aus, sagt Müller. „Die Passionierten lesen die Gewässer, sie fahren die Seen mit Echogeräten ab und schauen, wo Unterwasserplateaus sind“, sagt Müller. Andere sitzen einfach gern am Ufer und lassen die Gedanken schweifen – eher eine Form von Meditation als Hightech-Nahrungsbeschaffung. Nach welcher Fasson auch immer sie glücklich werden – Angler sind eine Macht in Brandenburg. „Der Verband ist weiter gewachsen und hat jetzt 80 000 Mitglieder“, berichtet der Vorsitzende Gunter Fritsch, ehemals Landtagspräsident für die SPD. Damit stellen die märkischen Angler den größten Verband in Ostdeutschland.

„Wir verstehen uns als Umweltschützer“, sagt Marcel Weichenhan, Sprecher des Anglerverbandes. „Das Angeln ist eines der letzten Naturabenteuer – die Jugend lernt, wie man mit der Kreatur vernünftig umgeht.“ Die Fischfreunde pflegen die Bestände mit Besatz-Aktionen. So hat der Verband im vergangenen Jahr etwa 445 Kilogramm Glasaale gekauft und ausgesetzt, mehr als zehn Tonnen Bachforellen und 11 000 Zander. Die Wiederansiedlung von Stören, Lachsen und Meerforellen geschieht unter der Ägide des Verbands – alles Fische, die früher zum Laichen die Flüsse hinauf wanderten, aber heute wegen Schleusen und anderer Barrieren nicht weiterkommen.

Von Ulrich Wangemann

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