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Flüchtlinge: Pensionierte Polizisten sollen helfen

Asyl in Brandenburg Flüchtlinge: Pensionierte Polizisten sollen helfen

Der Flüchtlingsstrom stellt die Behörden vor schwere Aufgaben. Im Land Brandenburg fehlt es an Kräften – unter anderem Lehrer und Polizisten. Nun möchte das Brandenburger Innenministerium pensionierte Beamte für die Flüchtlings-Erstaufnahme gewinnen. Doch die Resonanz an Freiwilligen ist bisher gering.

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Quelle: dpa-Zentralbild

Potsdam. Das Brandenburger Innenministerium will pensionierte Polizisten und Verwaltungsbeamte für die Flüchtlings-Erstaufnahme gewinnen. Dafür seien mehr als 1300 Ruheständler angeschrieben worden, sagte Sprecherin Susann Fischer am Donnerstag in Potsdam. Sie sollen bei der Registrierung, der Organisation in den Erstaufnahmen oder in Sicherheitsfragen helfen. Allerdings haben bislang erst 163 Pensionäre Interesse bekundet.

Zunächst müssten rechtliche Fragen geklärt werden. Denn die Ruheständler dürfen nur einen bestimmten Betrag hinzuverdienen, damit ihre Pension nicht geschmälert wird. „Das liegt je nach Fall zwischen 20 Euro und 1900 Euro“, sagte Fischer. Bei geringen Beträgen lohne sich eine Beschäftigung einfach nicht.

Befristete Verträge auch für pensionierte Lehrer

Wegen der zahlreichen Flüchtlingskinder ist nach Angaben des Bildungsministeriums auch mindestens ein Dutzend Lehrer aus dem Ruhestand in die Klassenzimmer zurückgekehrt. „Diese wurden von den Regionalstellen angesprochen und unterrichten meist einige Stunden an ihren alten Schulen“, sagte Ministeriumssprecher Florian Engels. Die Lehrkräfte erhielten befristete Verträge, meist für ein Schuljahr. Auch Studenten unterrichteten als Seiteneinsteiger in den Klassen.

Im Landesrechnungshof sollen Mitarbeiter sich teils auch während der Arbeitszeit um Flüchtlinge kümmern können. „Wir sind an das zuständige Innenministerium herangetreten, um eine - gegebenenfalls zeitlich befristete - entsprechende Änderung der Erholungsurlaubs- und Dienstbefreiungsverordnung für diese Ausnahmesituation anzustoßen“, sagte Präsident Christoph Weiser am Mittwoch. Dann könnten Mitarbeiter, die etwa Flüchtlinge zu Ämtern begleiten oder beraten, sich dies teils auf die Arbeitszeit anrechnen lassen.

Von MAZonline und dpa

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