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Flüchtlinge im Sonderzug nach Brandenburg

Asyl in Brandenburg Flüchtlinge im Sonderzug nach Brandenburg

Schönefeld, 13 Uhr am Montag. Ein Zug fährt ein. Hunderte Flüchtlinge steigen nach einer langen Reise aus. Viele Asylsuchende bleiben in der Bundeshauptstadt Berlin. Knapp die Hälfte wartet jedoch auf Busse. Sie sollen direkt nach Brandenburg – in die Erstaufnahmestelle in Eisenhüttenstadt und ihre Außenstellen. Noch heute – doch zumeist erwartet sie nur eine Notunterkunft.

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Flüchtlinge reisen vom Bahnhof Schönefeld aus nach Eisenhüttenstadt in die Erstaufnahmestelle.

Quelle: dpa-Zentralbild

Brandenburg/Berlin. In Berlin sind am Montagmittag weitere 450 Flüchtlinge über die Balkanroute mit einem Sonderzug aus Salzburg eingetroffen. Der Zug rollte kurz vor 13.00 Uhr im Bahnhof Schönefeld ein, wie Augenzeugen berichteten. Die Hälfte der Asylbewerber fährt anschließend mit Bussen weiter nach Brandenburg.

250 Asylsuchende kommen täglich nach Brandenburg

Zudem könnten ebenfalls noch am Montag mehrere Busse aus Bayern in Brandenburg ankommen. Aktuell geht der Koordinierungsstab Asyl davon aus, dass Brandenburg bis auf weiteres rund 250 Asylbewerber täglich aufnehmen wird. Innenstaatssekretär Matthias Kahl unterstreicht: „Das ist eine riesige Herausforderung. Wir brauchen zwingend neue Unterkünfte. Das gilt sowohl für das Land als auch die Landkreise und kreisfreien Städte, auf die die Flüchtlinge nach der Erstaufnahme verteilt werden müssen.“

Zuletzt waren am Sonntagabend gegen 21.30 Uhr rund 470 Menschen mit einem Sonderzug aus Österreich in Berlin eingetroffen. Auch sie wurden je zur Hälfte auf die beiden Nachbarländer Berlin und Brandenburg verteilt.

Kahl: Schwere Aufgabe, die bewältigt werden muss

Insgesamt hat das Land Brandenburg seit Freitag mehr als 700 Asylsuchende aufgenommen. Kahl sich am Sonntagabend gemeinsam mit dem Landrat des Landkreises Dahme-Spreewald, Stephan Loge, vom „ausgezeichneten Zusammenspiel der Helfer“ am Bahnhof Schönefeld. „Jeder ist wichtig und wird gebraucht“, betont Kahl. Schließlich sei die „Massenankunft der Flüchtlinge“ eine schwer zu bewältigende Aufgabe.

Brandenburg hat seit Jahresbeginn bis zum heutigen Tag bereits mehr als 15.800 Asylbewerber aufgenommen (gesamtes Jahr 2014: 6.315; gesamtes Jahr 2013: 3.305). Allein im September kamen bislang mehr als 5.600 Personen. Im bisherigen Rekordmonat August waren knapp 2.300 Asylbewerber neu angekommen. In der Erstaufnahmeeinrichtung Eisenhüttenstadt und den Außenstellen waren am Montagmorgen insgesamt 4.419 Menschen untergebracht, davon rund knapp 3.000 in Notquartieren.

Von MAZonline

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