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Flüchtlinge in Brandenburg: Nicht alle bleiben

47.000 Asylsuchende in der Mark Flüchtlinge in Brandenburg: Nicht alle bleiben

Brandenburg hat im vergangenen Jahr insgesamt 47.000 Flüchtlinge aufgenommen. Das sind viermal so viele, als noch im Jahr 2014. Eine „Riesenherausforderung“, sagt Brandenburgs Innenstaatssekretär Matthias Kahl. Angesichts der angespannten Situation und der anhaltenden Bürgerkriege rechnet das Land mit vielen weiteren Flüchtlingen. Doch nicht alle bleiben.

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Viele Flüchtlinge, darunter auch Kinder, haben in Brandenburg Zuflucht gefunden.

Quelle: dpa-Zentralbild

Potsdam. In Brandenburg sind im vergangenen Jahr 47 000 Flüchtlinge angekommen. Davon seien mehr als 28 000 im Land geblieben, teilte Innenstaatssekretär Matthias Kahl in einer Jahresbilanz am Samstag in Potsdam mit. Das waren mehr als viermal so viele Menschen wie im Jahr 2014, als rund 6300 aufgenommen wurden. Mit knapp 13 700 Neuankömmlingen waren die Bürgerkriegsflüchtlinge aus Syrien vergangenes Jahr die größte Gruppe, gefolgt von Afghanen (4572) und Albanern (2216).

„Gemeinsam chaotische Zustände verhindert“

„Es war eine Riesenherausforderung, all die Menschen zu versorgen und unterzubringen“, stellte Kahl fest. Der Erfolg sei auch den Hunderten haupt- und ehrenamtlichen Helfern sowie vor allem den Kommunen zu verdanken. Dabei seien das Land und die Kommunen teilweise über die Belastungsgrenzen hinausgegangen. „Trotzdem haben wir es gemeinsam geschafft, chaotische Zustände zu verhindern.“

Viele Flüchtlinge kamen zunächst am Bahnhof in Schönefeld an

Viele Flüchtlinge kamen zunächst am Bahnhof in Schönefeld an.

Quelle: dpa-Zentralbild

Dafür wurden im vergangenen Jahr auch die Plätze in den Erstaufnahmestellen deutlich ausgebaut: von 2000 auf rund 5500. Noch im Januar sollen die ersten Flüchtlinge in die neue Außenstelle Wünsdorf (Teltow-Fläming) ziehen, die weitere 955 Plätze bereithält. Im Laufe des Jahres soll die Kapazität der Erstaufnahmen auf insgesamt 10 000 Plätze gesteigert werden.

2016 könnten bis zu 40000 Menschen kommen

Die Landesregierung geht laut Kahl davon aus, dass in diesem Jahr noch einmal bis zu 40 000 Menschen nach Brandenburg kommen. Es seien also weiterhin große Anstrengungen nötig, um die Menschen unterzubringen. Gleichzeitig müssten die Behörden aber auch alle Mittel nutzen, um ausreisepflichtige Ausländer zur Rückkehr in ihre Heimatländer zu bewegen. Dabei stehe die Beratung zur freiwilligen Ausreise im Vordergrund. „Aber wir werden auch konsequent abschieben“, kündigte der Staatssekretär an.

Von MAZonline und dpa

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