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Brandenburg Flüchtlinge von Männern und Frauen attackiert
Brandenburg Flüchtlinge von Männern und Frauen attackiert
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20:49 20.03.2018
Mehrere Männer und Frauen sollen am Neujahrsmorgen in Cottbus Flüchtlinge durch die Stadt zu ihrer Unterkunft verfolgt und malträtiert haben. Der Staatsschutz ermittelt in dem Fall. Quelle: Uli Deck
Cottbus

Mehrere Unbekannte sollen in eine Cottbuser Flüchtlingsunterkunft eingedrungen sein und Bewohner verletzt haben. Dass nun der Staatsschutz ermittelt, teilte die Polizei am Montag mit. Es gehe um gefährliche Körperverletzung, und es müsse geprüft werden, ob ein fremdenfeindliches Motiv hinter dem Angriff stecke. Der Vorfall ereignete sich bereits vor einer Woche am 1. Januar.

Nach Angaben der Polizei ging bei den Einsatzkräften gegen 02.10 Uhr ein Notruf vom Wachschutz der betroffenen Unterkunft ein. Mehrere Deutsche sollen dort zuvor geklingelt und die Wachschutzmitarbeiter geöffnet haben. Als dann keiner eingetreten sei, hätten Mitarbeiter an der Tür nachgesehen. Dann hätten vier Männer und zwei Frauen die Unterkunft gestürmt und seien auf mehrere Flüchtlinge losgegangen. Beim Eintreffen der Polizei sei bereits eines der Opfer mit Gesichtsverletzungen von den Rettungskräften versorgt worden. Diese sollen ihm mit einer Flasche zugefügt worden sein.

Eine Bürgerinitiative in Cottbus hatte am Montag in einer Mitteilung auf den Vorfall aufmerksam gemacht und gefordert, dass das Sicherheitsunternehmen künftig keine Aufträge mehr von der Stadt erhalten dürfe. Demnach seien drei Geflüchtete auf ihrem Heimweg in der Nacht von zehn jungen Deutschen bedrängt, als Ausländer beschimpft und „mit Schlagringen und Bierflaschen malträtiert worden“. Es seien mindestens zehn Angreifer gewesen, die die Afghanen hauptsächlich im Gesicht verletzt haben sollen. Den Darstellungen zufolge sollen Bewohner der Initiative geschildert haben, dass Wachleute zugeschaut hätten, wie Flüchtlinge geschlagen wurden. Nach Polizeiangaben sind die Wachschutzleute, die in der Einrichtung zur Zeit des Vorfalls gearbeitet hatten, den Behörden nicht als Rechte bekannt.

Dem Träger der Unterkunft zufolge liegt der Wachschutz nicht in dessen Verantwortungsbereich, sondern in dem der Stadtverwaltung. Der Stadt sei der Vorfall bekannt, teilte ein Stadtsprecher mit. Verwaltungsintern werde geprüft, ob die beauftragte Wachschutzfirma ihre vertraglichen Pflichten einhielt. Die Verletzungen der Opfer bedauere die Stadt.

Von Anna Ringle

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