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Asylbewerber auch nach Wilhelmshorst?

Flüchtlinge Asylbewerber auch nach Wilhelmshorst?

In ein Michendorfer Hotel werden ab 1. April 250 Flüchtlinge einziehen. Um die Integration zu ermöglichen, soll ein Koordinator bei der Gemeinde eingestellt werden. Aber auch weitere Gebäude in Michendorf sind als Unterkünfte für Asylbewerber im Gespräch. Das stößt auf Skepsis, deshalb soll jetzt der Nachbarort Wilhelmshorst in die Pflicht genommen werden.

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In dieses Michendorfer Hotel ziehen bald 250 Flüchtlinge ein.

Quelle: Christel Köster

Michendorf.
250 Flüchtlinge sollen frühestens ab 1. April in Michendorf auf dem Gelände des Sens-Convent-Hotels untergebracht werden, aus dem am 1. Februar der alte Pächter ausgezogen ist. Der Landkreis hat das Gelände für die nächsten viereinhalb Jahre gepachtet und bereits mit den Umbauarbeiten begonnen. Es werden jedoch nach wie vor ausdrücklich auch weitere Standorte vom Landkreis auf ihre Eignung für die Unterbringung von Asylbewerbern geprüft, unter anderem ein kreiseigenes Gelände neben der Rettungswache in Michendorf.

Asylbewerber hinter dem Wilhelmshorster Netto-Markt?

Der Michendorfer Gemeindevertreter Volker-Gerd Westphal (SPD) kritisiert, dass sich damit die Flüchtlingsunterbringung im Ortsteil Michendorf konzentrieren würde, was die Integration nicht erleichtern und die Akzeptanz in der Bevölkerung verringern würde. Als Grundstücke von Seiten der Gemeinde wären derzeit ein Areal hinter dem Netto-Markt in Wilhelmshorst verfügbar, auf dem ein Sportplatz geplant wäre, der aber aktuell nicht realisierbar sei, sowie zwei Grundstücke in Wildenbruch. Westphal: „Wir dürfen uns aber nicht nur mit Notlösungen beschäftigen. Wir müssen auch schauen, wo wir mittelfristig in Michendorf Wohnraum schaffen können, in denen unsere neuen Mitbürger untergebracht werden können.“

Integration wird in Michendorf groß geschrieben

Passend dazu stellte die Fraktion Bündnis 90/Die Grünen den Antrag, die Stelle eines „Ehrenamtskoordinators“ zu unterstützen. Die Anstellung für 30 Stunden in der Woche könne dabei über Job e.V. erfolgen, wenn die Gemeinde die nötigen Personalkosten in Höhe von 25 000 Euro übernehme. Die neue Position solle als Schnittstelle zwischen Ehrenamt, Trägern und Verwaltung fungieren und dabei nicht nur die Tätigkeiten jener engagierten Bürger koordinieren, die im Bereich der Flüchtlingsarbeit helfen wollten, sondern generell alle Ehrenamtlichen der Gemeinde.

Sozial- und Finanzausschuss müssen nun beraten

Gemeindevertreter Gerd Sommerlatte (FBL/UWG) befürwortete dies: „Es geht auch darum, dass dann nicht in drei Ortsteilen gleichzeitig Fußballturniere stattfinden!“ Andreas Henning (CDU) betonte, dass die Aufgabenbereiche aber erst klar definiert werden müssten, woraufhin die einreichende Fraktion erwiderte, dass es bereits ein klares Stellenprofil gäbe, das genutzt werden könne. Marion Baltzer(CDU) plädierte dafür, den Antrag zunächst in die passenden Ausschüsse zu verweisen, denn: „Es ist ja keine Eile nötig, weil uns vor April ohnehin kein Asylsuchender heimsuchen wird.“ Nun beraten der Sozial- und der Finanzausschuss.

Von Konstanze Kobel-Höller

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