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BAMF will neue Integrationshelfer zulassen

Asylpolitik BAMF will neue Integrationshelfer zulassen

Bis Jahresende will das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge tausende neue Lehrer einstellen. Sie sollen Flüchtlinge zum Beispiel in Sprachkursen unterrichten. Bei dem Bundesamt gehen täglich Anträge für diese Kurse. Der Bedarf an Lehrern ist aber bei Weitem nicht gedeckt.

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Quelle: dpa

Berlin. Angesichts des anhaltenden Zustroms von Flüchtlingen will das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF) möglichst schnell mehr Lehrer für Integrationskurse gewinnen. Bis zum Jahresende will das BAMF bis zu 3000 weitere Lehrer zulassen, erfuhr das Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND), zu dem auch die MAZ gehört. Derzeit gingen täglich Anträge von Interessenten auf Zulassung ein, heißt bei der Nürnberger Behörde. Die Steigerung der Zulassungszahlen werde insbesondere durch „überarbeitete Bestimmungen zur Zulassung zur Unterrichtstätigkeit“ ermöglicht – also durch die Absenkung des Anforderungsniveaus. So müssen potenzielle Lehrer zurzeit nicht den bisher vorausgesetzten Umfang an Zusatzqualifikationen nachweisen, um Integrationskurse erteilen zu dürfen. Integrationskurse bestehen aus einem Sprach- und einem Orientierungskurs, in der Regel umfassen sie 660 Stunden. In den vergangenen zehn Jahren hat das BAMF insgesamt 25.500 Lehrkräften eine Zulassung erteilt.

Sevim Dagdelen, migrationspolitische Sprecherin der Linken-Bundestagsfraktion, schätzt die Bemühungen des BAMF als ungenügend ein. „Angesichts der für dieses Jahr erwarteten 190.000 neuen Teilnehmer an Integrationskursen sind 3000 neue Lehrkräfte viel zu wenig“, sagte Dagdelen dem RND und mahnt zudem eine bessere Bezahlung an: „Die Bundesregierung spricht immer wieder von Sprache als Schlüssel zur Integration – wenn sie das ernst meint, muss sie den meist unter sehr prekären Bedingungen arbeitenden Honorarkräften auch eine ihrer Qualifikation angemessene Vergütung bieten.“

Von RND

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