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DDR-Führungsbunker könnte Asylheim werden

Flüchtlinge in Brandenburg DDR-Führungsbunker könnte Asylheim werden

Brandenburgs Landkreise suchen händeringend nach Unterkünften für Flüchtlinge. Der Landkreis Märkisch-Oderland hat nun ein ungewöhnliches und geschichtsträchtiges Etablissement ins Auge gefasst: den Führungsbunker des DDR-Innenministeriums in Beiersdorf-Freudenberg.

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Blick in den DDR-Bunker in Freudenberg.

Quelle: dpa

Beiersdorf-Freudenberg. Auf der Suche nach Unterkünften für Flüchtlinge hat der Landkreis Märkisch-Oderland das Gelände mit dem Führungsbunker des DDR-Innenministeriums geprüft. Es handelt sich um einen Gebäudekomplex in Beiersdorf-Freudenberg. Das Gelände sei als Gemeinschaftsunterkunft für Asylbewerber in Betracht gezogen worden, sagte ein Kreissprecher am Mittwoch. "Eine Entscheidung ist noch nicht gefallen."

Die Anlage diente seit Mitte der 1980er Jahre dem DDR-Innenminister und seinem Führungsstab als Zufluchtsort im Falle eines Konflikts mit dem Westen. Die 100 Millionen DDR-Mark teure Anlage war erst 1986 in Betrieb genommen worden. Wegen wirtschaftlicher Probleme der DDR wurden die Schutzräume nur 40 Zentimeter tief in die Erde eingegraben. Ein mehr als 200 Meter langes Tunnelsystem verbindet vier Bunker.

Das Bunkersystem des seit Jahren nicht genutzten Geländes kann jeweils im Frühjahr und im Herbst besichtigt werden. Die nächsten Führungen finden am Samstag und Sonntag statt, teilten die Veranstalter mit. Angesichts der Pläne des Landkreises könnten es die letzten Führungen auf dem Gelände sein. Bisher kamen jährlich zwischen 300 bis 350 Gäste, sagte der Sprecher.  dpa

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