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Flüchtlinge: Landkreis sendet Hilferuf

Zu wenig Unterkünfte Flüchtlinge: Landkreis sendet Hilferuf

6 Quadratmeter – soviel Platz steht einem Flüchtling gesetzlich zu. Beim Landkreis Potsdam-Mittelmark hat man Probleme, diese Voraussetzungen zu erfüllen. Deswegen hat der Kreis nun einen Hilferuf veröffentlicht: es werden dringend Unterkünfte benötigt. Voraussetzung: trocken und warm. Nun sollen unter anderem Hausbesitzer unterstützt werden, Wohnungen umbauen lassen.

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In Brück leben viele Asylbewerber in provisorisch aufgebauten Hütten.

Quelle: dpa-Zentralbild

Potsdam-Mittelmark. Der Landkreis Potsdam-Mittelmark legt ein Förderprogramm für Immobilienbesitzer auf, die Unterkünfte für Flüchtlinge herrichten lassen. Das kündigte das Landratsamt am Mittwoch an. Die Förderung soll an eine zeitliche Mindestfrist gekoppelt sein, während der die Unterkunft Einwanderern zur Verfügung stehen soll. Konkret soll die Initiative vor allem zweite Rettungswege finanzieren helfen – diese zusätzlichen Treppen sind teuer, aber unbedingt erforderlich, wenn Gruppen von Flüchtlingen untergebracht werden sollen.

Hilfeaufruf im Internet

Der Landkreis befindet sich nach Einschätzung der Verwaltung „bei der Unterbringung von Asylbewerbern am Limit“, wie es in einem am Mittwoch veröffentlichten Hilfeaufruf an die Bevölkerung heißt. Pro Woche kämen 100 Asylsuchende nach Mittelmark – fürs Jahr 2015 rechnet man in Bad Belzig mit 2000 Menschen. Man könne nicht mehr garantieren, dass jeder Vertriebene den ihm zustehenden Platz von 6 Quadratmetern in den Übergangswohnheimen bekomme.

Man prüfe und bereite derzeit verschiedene Grundstücke und Objekte im Landkreis vor, heißt es in der Mitteilung. Zum Beispiel in Seddiner See. In der ehemaligen Kaserne in Kloster Lehnin könnten bald 200 Menschen untergebracht werden. Zumindest hat die Gemeinde ein entsprechendes Angebot gemacht.

So können Sie helfen

Der Landkreis hat auf seiner Homepage Telefonnummer und E-Mail-Adressen veröffentlicht, an die man sich wenden kann, wenn man Flüchtlingen helfen will.

Wer eine geeignete Unterkunft anbieten kann, soll sich am besten hier melden: asyl@potsdam-mittelmark.de

Dringend benötigt werden Fahrradständer und Bänke. Wer hier helfen kann, der sollte sich am besten an die Koordinatorin für Freiwilligenarbeit, Steffi Wiesner wenden. Sie ist telefonisch unter 033841/4495-17 zu erreichen.

 

Von MAZonline

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