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Land sucht händeringend Asylunterkünfte

Innenministerium mit dramatischem Appell Land sucht händeringend Asylunterkünfte

Das Land Brandenburg hat zwar gerade erst in Potsdam ein Außenstelle der Erstaufnahme für Flüchtlinge geöffnet. Dennoch – das Land sucht weiter händeringend nach Unterkünfte für Asylsuchende. Der Appell des Landes ist dramatisch: Werden nicht ausreichend Plätze gefunden, drohe vielen Flüchtlingen die Obdachlosigkeit.

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In Brandenburg werden dringend Unterkünfte gesucht.

Quelle: dpa-Zentralbild

Potsdam. Brandenburg sucht weitere Plätze zur Unterbringung von Flüchtlingen. Die Situation in der Zentralen Erstaufnahmestelle in Eisenhüttenstadt sei ernst, sagte der stellvertretende Sprecher des Innenministeriums, Wolfgang Brandt, am Freitag. Händeringend werden Plätze für Neuankömmlinge gesucht. Obdachlosigkeit solle auf jeden Fall verhindert werden, betonte er.

Weitere 100 Flüchtlinge in Potsdam angekommen

In der Nacht zu Freitag erreichten weitere etwa 100 Flüchtlinge aus Bayern per Bus Potsdam. Sie kommen nach den Strapazen zunächst in einem ehemaligen Ministerium in der Landeshauptstadt zur Ruhe. Am Freitagvormittag traf ein Zug mit etwa 450 Menschen aus Bayern auf dem Bahnhof Berlin-Schönefeld Flughafen ein. Etwa 150 Flüchtlinge sollten in die Erstaufnahmestelle Eisenhüttenstadt weiter fahren. Die übrigen bleiben in Berlin.

Eisenhüttenstadt nahezu voll belegt

In Eisenhüttenstadt werden nach den Angaben nur Plätze frei, wenn Asylbewerber auf die Landkreise und kreisfreien Städte weiter verteilt werden. „Wir mobilisieren alle Kräfte“, sagte Brandt. Es werde aber zunehmend schwieriger, neue Kapazitäten zu erschließen. In Eisenhüttenstadt gibt es theoretisch 4000 Plätze. Am Donnerstag waren 3640 Menschen dort untergebracht.

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Quasi über Nacht ist das ehemalige Potsdamer Ministeriumsgelände in der Heinrich-Mann-Allee als Asylunterkunft hergerichtet worden. Am Dienstag, 15. September 2015, kamen die ersten Flüchtlinge an. Wir haben uns auf dem Gelände und in den Gebäuden umgesehen.

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„Wir rechnen am Wochenende mit weiteren Ankünften“, sagte der Sprecher. Genaue Zahlen seien aber noch nicht bekannt. Die Einführung der Grenzkontrollen habe nur kurzfristig die Lage etwas entspannt. Die Zahl der Flüchtlinge werde weiter anhaltend hoch bleiben. „Wir werden aber alle unterbringen, wenn auch oft nur in Notquartieren.“

Sportbund gegen Unterbringung in Turnhallen

Der Brandenburger Landessportbund hat unterdessen an die Kommunen appelliert, Flüchtlinge nicht in Sporthallen unterzubringen. Geeignetere Unterkünfte sollten geprüft werden, teilte der Landessportbund mit. Um die sportliche Integration weiter zu fördern, benötigten die Vereine ausreichend Sporträume.

In Brandenburg werden in diesem Jahr rund 25.000 Flüchtlinge und Asylbewerber erwartet. Möglicherweise könnten es sogar 30.000 werden.

Von MAZonline

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