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Fall „Hassan“: OB Jakobs verteidigt Mitarbeiter

Angedrohte Abschiebung Fall „Hassan“: OB Jakobs verteidigt Mitarbeiter

Im Streit um die angedrohte Abschiebung des Mazedoniers Zahirat „Hassan“ Juseinov (35) stellt sich Potsdams Oberbürgermeister Jann Jakobs (SPD) hinter die Mitarbeiter seiner Ausländerbehörde. Jakobs verwahrte sich gegen Kritik von Ministerpräsident Dietmar Woidke (SPD). Dieser hatte sich öffentlichkeitswirksam für den Flüchtlingstrainer eingesetzt.

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Der Trainer von „Welcome-United-03, Zahirat „Hassan“ Juseinov, ist von Abschiebung bedroht.

Quelle: Julian Stähle

Babelsberg. Im Streit um ein Bleiberecht für den Mazedonier Zahirat „Hassan“ Juseinov (35) hat sich Oberbürgermeister Jann Jakobs (SPD) am Mittwoch vor die Mitarbeiter der Ausländerbehörde gestellt. Vor den Stadtverordneten sagte Jakobs, er finde es „unmöglich, denjenigen Mitarbeitern, die Duldungen und Abschiebungen bearbeiten, öffentlich zu unterstellen, sie würden einseitig handeln“. Die Ausländerbehörde leiste mit ihren Mitarbeitern unter den derzeit besonders schwierigen Bedingungen eine hervorragende Arbeit. Jakobs hatte zuvor bereits erklärt: „Es geht nicht, dass man sagt, alle, die sich um Fußball verdient gemacht haben, behält man in der Landeshauptstadt.“

Til Schweiger und MP Dietmar Woidke wollen „Hassan“ helfen

Juseinov ist Co-Trainer der Flüchtlingsmannschaft „Welcome United“ des SV Babelsberg 03. Am Samstag war bekannt geworden, dass ihm die Abschiebung droht. Für seinen Verbleib in Deutschland hatten sich unter anderem der Filmstar Til Schweiger und Brandenburgs Ministerpräsident Dietmar Woidke (SPD) stark gemacht. Jakobs hingegen hatte schon in seiner ersten Stellungnahme auf die geltende Gesetzeslage zur Rückführung in sichere Herkunftsstaaten verwiesen. Wie berichtet, liegt im Falle Juseinovs nun ein Antrag bei der Härtefallkommission des Landes vor.

Von Volker Oelschläger

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