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Hilfsportal für Flüchtlinge in OPR gestartet

Sachspenden gesucht Hilfsportal für Flüchtlinge in OPR gestartet

Nach Potsdam und Königs Wusterhausen hat sich nun auch der Landkreis Ostprignitz-Ruppin dem Online-Flüchtlingsportal HelpTo.de angeschlossen. Dort sollen Bürger künftig Sachspenden und Hilfsangebote inserieren können. Die Initiatoren erhoffen sich durch die Plattform eine Erleichterung für ehrenamtliche Helfer.

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Vize-Landrat Werner Nüse (R.) hörte den Ausführungen von Ivo Haase (L.) und Daniel Wetzel aufmerksam zu.

Quelle: Mischa Karth

Neuruppin. Seit Freitag ist das Flüchtlings-Hilfsportal HelpTo.de im Landkreis Ostprignitz-Ruppin offiziell am Netz. Daniel Wetzel vom Verein Neues Potsdamer Toleranzedikt und Ivo Haase von den Wirtschaftsjunioren OPR gaben im Landratsamt den symbolischen Startschuss. Über das Portal soll den Asylbewerbern in den verschiedenen Unterkünften im Landkreis ab sofort unkompliziert Hilfe zukommen. Registrierte Nutzer haben die Möglichkeit, Sachspenden, aber auch Sprachangebote oder Jobs zu inserieren – kostenlos.

Ursprünglich hatte Haase die Idee, Hilfe für Flüchtlinge in der Region über Facebook zu organisieren. Eigentlich sei die Plattform wegen ihrer Netzwerkstruktur gut dafür geeignet, „doch die Idee habe ich nach einer Stunde verworfen, weil ich nur am Moderieren war“, sagt Haase. Zu viele „Wutbürger“ hätten sich gemeldet, um zu beklagen, dass für die Obdachlosen und Kinder nichts getan werde. Haase beobachtet, dass Helfer zunehmend für ihre Hilfsbereitschaft angefeindet werden. „Es darf nicht sein, dass die Unterstützung deshalb nicht mehr zustande kommt“, fordert Haase.

Ein eigenes Online-Portal mit Registrierung sei die Alternative gewesen. „Wir waren kurz davor, selbst so eine Seite zu entwickeln. Das wäre aber mit Aufwand und Kosten verbunden gewesen“, sagt Haase. Vergangene Woche gab es Gespräche mit den Machern von HelpTo, die eine solche Hilfsplattform bereits am 7. Oktober in Potsdam online gestellt hatten. Schnell war man sich darüber einig, HelpTo auch in Ostprignitz-Ruppin an den Start zu bringen. Neben Potsdam ist bislang Königs Wusterhausen dabei. Zusätzlich zur Software stellt der gemeinnützige Potsdamer Verein das Personal zur Verfügung, um die Inserate zu moderieren.

Kirsten Tackmann, Bundestagsabgeordnete der Linken, hofft, dass das Portal die Ehrenamtler etwas entlastet. „Man sieht derzeit, wie viel man von den Flüchtlingen haben kann und merkt, wie viel Solidarität in der Gesellschaft vorhanden ist“, sagt Tackmann.

Nach der Online-Schaltung ist OPR.HelpTo.de derzeit noch leer. Damit die Plattform bekannter wird, wollen die Initiatoren 5000 Flyer verteilen. Gespräche mit verschiedenen Initiativen laufen. Eine gute Nachricht am Rande hatte Peter Haase von der Ruppiner Wirtschaftsgemeinschaft parat. Er versprach, HelpTo mit einer Spende über 500 Euro zu unterstützen.

Von Mischa Karth

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