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Flüchtlingsschwund auf der Reise nach Potsdam

Suche nach 87 Menschen Flüchtlingsschwund auf der Reise nach Potsdam

Am Mittwochmittag trafen 63 Flüchtige in der Landeshauptstadt ein. Sie werden vorerst in den ehemaligen Ministeriumsgebäuden in der Heinrich-Mann-Allee untergebracht. Doch es kamen längst nicht so viele Menschen hier an, wie es hätte sein müssen. Von 87 Menschen fehlt jede Spur.

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Am Mittwoch kamen weitere Flüchtlinge in Potsdam an.

Quelle: André Bauer

Potsdam. Potsdam hat am Dienstag rund 280 Flüchtlinge begrüßt. Am Mittwochmittag kamen weiteren Flüchtlinge in der Landeshauptstadt an. gegen 13 Uhr fuhren zwei Busse vor den ehemaligen Ministerien in der Heinrich-Mann-Allee vor.

Die Gebäude waren am Montag in kurzer Zeit als Notunterkunft hergerichtet worden.

Kurios: schon wieder scheinen nicht alle Flüchtlinge an ihrem geplanten Zielort eingetroffen zu sein. 150 Menschen wurden für Potsdam angekündigt, lediglich 63 stiegen in Schönefeld aus und wurden von dort mit Bussen in die Landeshauptstadt gebracht.

Was ist passiert?
Nach Auskunft von Innenministeriumssprecher Wolfgang Brandt sollten von Freilassing in Bayern 400 Menschen gen Norden fahren. 250 Menschen sollten in Leipzig aussteigen, 150 in Schönefeld (Dahme-Spreewald). In Schönefeld sind aber nur 63 ausgestiegen.

Brandt zufolge hat es aber im Gegensatz zu Dienstag,  als vier Mal die Notbremse gezogen wurde und Menschen den Zug verließen, heute keine Zwischenfälle gegeben. "Wir wissen nicht, wo die Leute geblieben" sind, sagte Brandt.

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Quasi über Nacht ist das ehemalige Potsdamer Ministeriumsgelände in der Heinrich-Mann-Allee als Asylunterkunft hergerichtet worden. Am Dienstag, 15. September 2015, kamen die ersten Flüchtlinge an. Wir haben uns auf dem Gelände und in den Gebäuden umgesehen.

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Zur Begrüßung und Versorgung der Flüchtlinge werden weiter Helfer und Spenden gesucht. Vor allem Menschen mit Sprachkenntnissen in Arabisch, Kurdisch und Farsi werden dringend gebraucht. Aber auch Menschen, die sich mit den Kindern beschäftigen bzw Beschäftigungsangebote bieten.

Was jedoch nicht mehr gebraucht wird sind Frauen- und Kinderbekleidung. Unsere Lagerkapazitäten reichen nicht aus, twittern die freiwilligen helfer am Mittwochvormittag.

Wer und was gebraucht wird: Seite der "Refugees Hilfe Potsdam" >

Wie lange die Menschen in Potsdam bleiben bzw. wie lange der Standort als Außenstelle der Erstaufnahmestelle in Eisenhüttenstadt dienen wird, ist bisher nicht abzusehen. Man sei momentan auf jeden Platz angewiesen. Gerade im Hinblick auf den Winter, sage Ingo Decker, Sprecher des Brandenburger Innenministeriums gegenüber MAZonline.

Was man als Flüchtlingshelfer beachten muss >

Aktuelle Meldungen der "Refugees Hilfe Potsdam" auf Twitter >

MAZ-Sonderseite zu Flüchtlingen in Brandenburg >

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Hunderte Flüchtlinge sind in Potsdam angekommen. Untergebracht sind sie in alten Ministeriumsgebäuden. Die Hilfsbereitschaft der Potsdamer ist groß, doch viele Menschen sind auch verunsichert. Auf einer Bürgerversammlung wurden viele offene Frage geklärt. Doch es gab auch viel Kritik. Wir waren dabei. Jetzt den Liveticker nachlesen.

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