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Fürstenberg: Flüchtlinge kommen im April

Viele offene Fragen Fürstenberg: Flüchtlinge kommen im April

Hingehalten und im Stich gelassen fühlt sich Fürstenberg (Oberhavel) , wenn es um Informationen zur Aufnahme von Flüchtlingen geht. Zur jüngsten Versammlung der Stadtverordneten kamen weder Vertreter des Landkreises noch der Polizei. Viele Fragen sind offen. In Fürstenberg entsteht die dritte Asyl-Sammelunterkunft des Landkreises.

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Quelle: dpa

Fürstenberg. Hingehalten und im Stich gelassen fühlen sich Fürstenbergs Stadtverordnete vom Landkreis und der Polizei, wenn es um Informationen zur Aufnahme von Flüchtlingen geht. Voraussichtlich im April werden in der Sammelunterkunft in der Waldstraße die ersten Flüchtlinge einziehen. Mit Fragen und Informationen dazu wurde Bürgermeister Robert Philipp bei der jüngsten Stadtverordnetenversammlung allein gelassen. Die Behörden hatten ihre Teilnahme wegen dienstlicher Termine abgesagt.

Platz für 100 Menschen

Ausgehend vom jüngst beim Landkreis stattgefundenen Gespräch zu diesem Thema informierte Philipp darüber, dass der Abschluss des Umbaus im Gebäude der ehemaligen Forstverwaltung für Ende März geplant sei. Dort sollen dann etwa 100 Personen untergebracht werden. Vor dem Bezug des Gebäudes hätten nach seinem Kenntnisstand die Verantwortlichen des Landkreises und der Polizei einen Vor-Ort-Termin geplant, bei dem interessierte Bürger durch das Domizil geführt wurden.

Fragen der Sicherheit

Bezogen auf die geplante Teilnahme einer breiten Öffentlichkeit räumte der Stadtverordnete Jürgen Appel (Die Linke) – er erinnerte an die jüngsten Ereignisse in Sachsen und anderswo in Deutschland – vor allem Bedenken in Sachen Sicherheit ein. Dem widersprachen Thomas Hentschel (AFO) und weitere Abgeordnete. Thomas Burmann (CDU) erneuerte die Forderung, dass an der nächsten Stadtverordnetenversammlung ein Vertreter der Polizei teilnehmen solle: „Um zu erklären, wie die Polizei bezüglich der Asylbewerberunterkunft in der Waldstraße personell aufgestellt ist und vor allem, wie die Bürger geschützt werden sollen.“

Kommunaler Wohnraum für Flüchtlinge

Wie Fürstenbergs Stadtoberhaupt weiter mitteilte, habe es inzwischen mit dem Kommunalen Wohnungswirtschaftsbetrieb und Vertretern vom Landkreis in Fürstenberg erste Wohnungsbesichtigungen gegeben. Dabei ging es ausschließlich um die Nutzung von kommunalem Wohnraum für die Unterbringung von Flüchtlingen, ein Ergebnis ist nicht bekannt.

Minderjährige Ausländer im Waldhof Zootzen

Im Auftrag von Bürgern gab es in der Sitzung Anfragen zur Unterbringung unbegleiteter minderjähriger Ausländer im ehemaligen Schullandheim Waldhof in Zootzen. Dazu verwies Philipp auf eine Pressemitteilung vom Landkreis. Er erinnerte nochmals daran, dass dieses Objekt in der Gemarkung des Amtes Gransee und Gemeinden und somit dort auch die Zuständigkeiten lägen.

Willkommens-Initiative in früherer Schul-Aula

Unterdessen hat sich die Willkommens-Initiative Fürstenberg auf die Übernahme der früheren Schul-Aula am Marktplatz vorbereitet. Am Wochenende wurde dort unter Mithilfe von Flüchtlingen bereits eingeräumt. In dem Domizil sollen künftig unter anderem Sprachkurse und andere Angebote für Asylbewerber unterbreitet und Begegnungen ermöglicht werden.

Von Helmut Vielitz

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