Volltextsuche über das Angebot:

9 ° / 3 ° Regenschauer

Navigation:
Henkel will Zentrale für Balkan-Flüchtlinge

Für eine schnellere Abschiebung Henkel will Zentrale für Balkan-Flüchtlinge

Bis zu 1000 Flüchtlinge erreichen derzeit täglich Berlin. Innensenator Frank Henkel (CDU) will die Asylbewerber aus dem Westbalkan eigentlich schnellstmöglich zurückschicken. Dafür sollen nun mehrere Behörden in einer Zentrale zusammenarbeiten.

Frank Henkel will eine Zentralstelle für Flüchtlinge aus dem Westbalkan einrichten.

Quelle: dpa

Berlin. Innensenator Frank Henkel (CDU) fordert für die Hauptstadt eine Zentralstelle für Asylbewerber aus den Westbalkan-Staaten. „Wir brauchen eine Erstaufnahmeeinrichtung nur für den Westbalkan“, sagte Henkel am Freitag bei einer Veranstaltung der Industrie- und Handelskammer in Berlin. Darin sollten das Landesamt für Gesundheit und Soziales, die Ausländerbehörde und das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge zusammenarbeiten.

Menschen sollen schneller in ihre Heimatländer zurückkehren

Ziel müsse es laut Henkel sein, die Menschen schneller in ihre Heimatländer zurückzubringen. Derzeit würden weniger als ein Prozent der Asylbewerber aus diesen Ländern anerkannt. Insgesamt kämen zurzeit täglich 600 bis 1000 Flüchtlinge in Berlin an. „Das ist eine Ausnahmesituation“, fügte Henkel hinzu. Auf Dauer wäre eine so hohe Zahl zu viel für die Stadt.

Zu jüngsten Äußerungen des Regierungschefs und Koalitionspartners Michael Müller (SPD) sagte Henkel: „Ich habe eine andere Meinung als Müller, wenn er sagt, wir können noch mehr aufnehmen.“ Müller hatte trotz der immer schwierigeren Suche nach Unterkünften am Donnerstag im Abgeordnetenhaus erklärt: „Wir sind weit entfernt von einer Krise oder Katastrophe.“

Henkel sieht Zuwanderung trotz allem als „Riesenchance“

Nach Ansicht Henkels wird jedoch in der Politik noch „zu wenig über die Folgen“ des Flüchtlingsandrangs gesprochen. „Die zu uns kommen, sind nicht alle Ärzte, Krankenschwestern und Ingenieure. Es ist nicht so“, betonte der Senator. Zuwanderung sei aber - unabhängig vom derzeitigen Flüchtlingsdrama - „eine Riesenchance“, weil die Unternehmen Arbeitskräfte suchten.

Von MAZonline