Volltextsuche über das Angebot:

3 ° / -3 ° wolkig

Navigation:
Oberhavel entsetzt über gefälschtes Schreiben

Dreiste Fälschung Oberhavel entsetzt über gefälschtes Schreiben

Im Landkreis Oberhavel kursiert ein gefälschtes Schreiben, das bei Bewohnern für Verwirrung sorgt. In dem Brief heißt es, dass die Bewohner dazu verpflichtet werden, Flüchtlinge in ihren Wohnungen aufzunehmen. Beim Landkreis ist man entsetzt über die Fälschung. Woher das Schreiben stammt, ist noch nicht klar. Eine Vermutung gibt es aber.

Voriger Artikel
Prignitz erwartet 80 minderjährige Flüchtlinge
Nächster Artikel
Landrat von Potsdam-Mittelmark gereizt

Oberhavels Landrat Ludger Weskamp

Quelle: dpa-Zentralbild

Oranienburg. Ein gefälschtes Landratsschreiben im Kreis Oberhavel hat bei Einwohnern Verwirrung gestiftet. Der vorgeblich vom Landrat erstellte Brief informiert Einwohner über eine Zwangsaufnahme von Geflüchteten in ihren Privatwohnungen. Es sei umgehend Anzeige erstattet worden, teilte das Büro des Landrats am Freitag mit. „Das ist eine ganz perfide Methode, die Bemühungen des Landkreises bei der Unterbringung von Asylbewerbern zu unterlaufen und die Bürgerinnen und Bürger zu verunsichern“, sagte Landrat Ludger Weskamp (SPD). Er vermutet einen rechten Hintergrund. Rechte Kreise versuchen, auf diese Art und Weise die Arbeit der Verwaltung lahmzulegen. Wir werden unverzüglich Strafanzeige erstatten. Die Fälschung kommt wie der Wolf im Schafspelz daher“, sagte er.

Beim Landratsamt sind schon mehrere Anrufe eingegangen

Weskamp rief dazu auf, sich von der Fehlinformation nicht verunsichern zu lassen. Seit dem Morgen hätten sich viele Einwohner mit Fragen beim Landrat gemeldet, berichtete eine Sprecherin. Laut einem Polizeisprecher ermittelt der Staatsschutz in dem Fall. Es handele sich um eine dreiste Fälschung. Bei der Polizei seien bereits zahlreiche Anrufe aus mehreren Orten eingegangen.

Das Schreiben behauptet, dass der Landkreis in Privatwohnungen Asylbewerber unterbringen müsse. Pro Einwohner seien zwölf Quadratmeter Raum vorgesehen.

Das gefälschte Schreiben

Das gefälschte Schreiben.

Quelle: Facebook

Der Landrat bedankte sich am Freitag bei allen Anwohnern des Landkreises, die sich für die Unterbringung von Flüchtlingen einsetzen. Gleichzeitig sagte er, dass sich Mieter, die Flüchtlinge privat unterbringen wollen, gerne weiterhin melden können.

Von MAZonline

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Flüchtlinge