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Neonazis marschieren zu Willkommensparty

Polizei löst Demo in Cottbus auf Neonazis marschieren zu Willkommensparty

Auf diese Gäste kann man gut verzichten: In Cottbus wurde ein Willkommensfest für Flüchtlinge durch eine unangemeldete Demonstration von hunderten Anwohnern und Neonazis gestört. Die Polizei verhinderte jedoch, dass Demonstranten auf das Festgelände kamen. In Dresden eskalierte dagegen die Situation vor einem Flüchtlingsheim.

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In Cottbus verhinderte die Polizei Schlimmeres.

Quelle: dpa-Archiv

Potsdam/ Cottbus. Ein Cottbuser Willkommensfest für Flüchtlinge ist durch eine unangemeldete Versammlung von teils Rechtsextremen überschattet worden.

Rund 400 Menschen seien am Freitag von einem Parkplatz in Richtung der Notunterkunft gezogen, teilte die Polizei mit. Darunter waren überwiegend Anwohner und vereinzelt Neonazis, wie Polizeisprecherin Ines Filohn am Samstag sagte. Beamte lösten die Demo auf, zu einem Zusammenstoß der Gruppen kam es nicht. Verletzt wurde niemand. Die Polizei ermittelt jetzt wegen des Verstoßes gegen das Versammlungsgesetz.

Zu dem unangemeldeten Treffen war den Angaben zufolge Tage zuvor im sozialen Netzwerk Facebook aufgerufen worden. “Wir wollen jetzt herausfinden, wer der Urheber ist“, sagte Filohn.

Die Menschen hätten unter anderem “Wir sind das Volk“ gerufen. Teilweise seien Flaschen auf den Boden geflogen. Einige Teilnehmer waren laut Filohn stark angetrunken. Auf Polizisten oder Flüchtlinge sei aber niemand losgegangen.

Das Willkommensfest konnte weiterlaufen. In Cottbus gibt es seit kurzer Zeit eine Außenstelle der Erstaufnahmeeinrichtung, um die zentrale Stelle in Eisenhüttenstadt (Oder-Spree) zu entlasten.

Krawalle in Dresden

Auch in Dresden (Sachsen) gab es am Freitag einen Zwischenfall vor einer geplanten Notunterkunft im Plattenbauviertel Prohlis. Dort strömten nach Polizeiangaben Dutzende zum Teil betrunkene Menschen zu einer Schule. Polizisten wurden mit Steinen, Flaschen und Böllern beworfen. „Es dauerte etwas, bis wieder Ruhe herrschte“, sagte er. Schaulustige standen demnach auf der Straße und riefen dazwischen. “Es war nicht das erste Mal, dass hier gegen die Unterkunft protestiert wurde“, sagte der Sprecher weiter. Mehr Einzelheiten gab es am Samstagmorgen nicht..

Von MAZonline

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