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Neonazis überschatten erneut Willkommensfest

Unangemeldete Versammlung Neonazis überschatten erneut Willkommensfest

Erst vor wenigen Tagen hatten Anwohner und Neonazis in Cottbus ein Willkommensfest gestört. Freitag nun die zweite Auflage des Festes – und wieder liefen die teils Rechtsextremen auf. Auch dieses Mal hatten sie ihre Versammlung nicht angemeldet. Bleiben durften sie aber trotzdem.

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200 Menschen sind für eine Willkommenskultur in Cottbus auf die Straße gegangen. Zeitgleich fand auch ein Willkommensfest für Flüchtlinge statt – es wurde erneut gestört..

Quelle: dpa-Zentralbild

Cottbus. Hunderte Cottbuser haben mit einem Fest für Flüchtlinge ein Zeichen gegen Fremdenhass gesetzt. Anwohner, Familien und Senioren kamen am Freitag zu einer Flüchtlingsunterkunft, die seit kurzem eine Außenstelle der Erstaufnahmeeinrichtung ist. Vor den Turnhallen hatte es vor einer Woche eine unangemeldete Versammlung von teils Rechtsextremen gegeben. Das Fest wurde als Reaktion darauf initiiert. „Es ist wichtig, dass wir uns heute zeigen“, sagte eine Teilnehmerin. Doch auch dieses Mal wurde das Fest überschattet. Mehrere Hundert Flüchtlingsgegner liefen erneut zu einer unangemeldeten Versammlung auf – darunter auch Neonazis.

Trotz der versäumten Anmeldung konnten die Gegner bleiben. Nach Angaben der Polizei erklärte sich im Laufe der Versammlung einer zum Leiter. Allerdings mussten sie sich an einem anderen Platz in der Nähe einfinden.

Zudem gab es eine weitere angemeldete Versammlung von Asylgegnern unter dem Motto: „Das Boot ist voll – Asylbetrüger abschieben“.

Gute Laune bei der Willkommensparty

Gute Laune bei der Willkommensparty. Doch vor dem Zelt versammelten sich unter anderem auch Neonazis.

Quelle: dpa-Zentralbild

Etwa zeitgleich mit dem Hoffest, zu dem unter anderen Wirtschaftsminister Albrecht Gerber (SPD) kam, folgten geschätzt etwa 200 Menschen einem Aufruf der Initiative Cottbus Nazifrei. Sie zogen vom Hauptbahnhof in Richtung Flüchtlingsunterkunft. Auf Transparenten war unter anderem zu lesen: „Helfen statt Hetzen“ und „Nazis im Weg stehen“.

Die Polizei zeigte im Rahmen der Versammlungen hohe Präsenz. Nach Angaben einer Polizeisprecherin sei „die Sicherheit der Flüchtlinge jederzeit gewährleistet“ gewesen. Insgesamt seien Fest und Demos friedlich verlaufen. Demnach kam es zu keinen Störungen.

Von MAZonline und dpa

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