Volltextsuche über das Angebot:

10 ° / 3 ° Regenschauer

Navigation:
Samstag: 436 neue Flüchtlinge für Brandenburg

Asyl in Brandenburg und Berlin Samstag: 436 neue Flüchtlinge für Brandenburg

Die Aufnahmestellen des Landes Brandenburg und die Unterkünfte in den Kommunen für Flüchtlinge sind voll. Doch auch am Samstag kamen weitere 436 Menschen in Brandenburg an. Und es werden noch mehr.

Voriger Artikel
Brandenburg erwartet Samstag 900 Flüchtlinge
Nächster Artikel
Asyl: Gewerberaum soll beschlagnahmt werden

Flüchtlinge am 3. Oktober nach ihrer Ankunft in Schönefeld.
 

Quelle: dpa

Schönefeld. 436 neue Flüchtlinge sind am Sonnabend in Brandenburg aufgenommen worden. In Eisenhüttenstadt (Oder-Spree) und in der Außenstelle in Doberlug-Kirchhain (Elbe-Elster) sollen sie zunächst zur Ruhe kommen, sagte der Sprecher des Innenministeriums, Ingo Decker. Für die meist aus Syrien stammenden Neuankömmlinge stehen dort Notquartiere bereit.

Zwei Sonderzüge am Sonnabend

Mit einem Sonderzug waren am Morgen rund 400 Menschen, darunter viele Familien mit Kindern, am Bahnhof Schönefeld (Dahme-Spreewald) angekommen. 195 Flüchtlinge kommen nach Berlin, die übrigen bleiben in Brandenburg.

Am Samstagabend ist ein weiterer Sonderzug, diesmal aus Passau, mit weiteren 426 Flüchtlingen in Schönefeld eingetroffen. Wie eine Sprecherin der Berliner Sozialverwaltung sagte, sollen rund 220 Neuankömmlinge im Olympiapark untergebracht werden, dort stehen Notunterkünfte bereit. Die übrigen 206 Flüchtlinge werden in Brandenburg untergebracht.

Bis zu 30.000 Asylbewerber bis Jahresende

Um Platz für die Neuankömmlinge zu schaffen, werden täglich Flüchtlinge auf die Städte und Landkreise weiter verteilt. Bis Ende September waren knapp 17.200 Flüchtlinge nach Brandenburg gekommen, davon rund 7000 allein im September. Im gesamten vergangenen Jahr kamen 6300. Bis zum Jahresende könnten es 30.000 Asylbewerber werden.

Land braucht neue Erstaufnahmestellen

Daher prüft das Innenministerium Standorte für neue Erstaufnahmen.  In einer Messehalle in Frankfurt (Oder) wird derzeit eine neue Erstaufnahme für mindestens 300 Menschen eingerichtet. Diese könnte noch am Wochenende in Betrieb gehen. Der Stahlpalast Brandenburg als Erstaufnahmestelle ist dagegen inzwischen vom Tisch.

Kritik aus dem Kommunen

Städte und Gemeinde hatten kritisiert, dass das Ministerium erst sehr spät über seine Pläne informiere. Heftige Kritik kommt zum Beispiel vom Cottbuser Oberbürgermeister Holger Kelch (CDU), der eine «chaotische» Arbeitsweise beklagt.

Von dpa

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Flüchtlinge