Volltextsuche über das Angebot:

10 ° / 8 ° bedeckt

Navigation:
TBC-Verdacht in Flüchtlingsheim nicht bestätigt

Berlin TBC-Verdacht in Flüchtlingsheim nicht bestätigt

Am Montagabend sind acht Menschen aus einer Berliner Flüchtlingsunterkunft ins Krankenhaus gebracht worden. Bei ihnen besteht der Verdacht auf Krätze und Tuberkulose (TBC). Inzwischen konnte Entwarnung gegeben. Der Verdacht hat sich nicht bestätigt.

Voriger Artikel
Skateboards für Flüchtlinge
Nächster Artikel
Hitlergruß und Schüsse auf Flüchtlingsheim

 
 

Quelle: dpa

Berlin. In einer Berliner Flüchtlingsunterkunft in der Radelandstraße hat es am Montagabend einen Verdacht auf Krätze und Tuberkulose (TBC) gegeben. Insgesamt seien acht Menschen ins Krankenhaus gebracht worden, sagte ein Sprecher der Feuerwehr. Ob die Krankheiten dort festgestellt wurden, war zunächst unklar.

Die nach dem Verdacht auf Krätze und TBC verhängte Quarantäne ist am Dienstag aufgehoben worden. Wie ein Polizeisprecher sagte, handelte es sich statt der befürchteten Tuberkulose lediglich um einen grippalen Infekt. In der Unterkunft in Berlin-Hakenfelde - eine von der Polizei betriebene Sporthalle - war am Montagabend auf ärztlichen Rat über Nacht ein Ausgehverbot verhängt worden.

Krätze ist eine ansteckende und stark juckende Hauterkrankung. Wenn viele Menschen auf engem Raum leben, ist das Infektionsrisiko besonders hoch. Meist werden die Milben durch Körperkontakt übertragen. Auch TBC ist ansteckend. Die Infektionskrankheit wird durch Tröpfchen in der Luft übertragen, etwa wenn Erkrankte beim Husten Bakterien ausstoßen.

Tuberkulose ist in Brandenburger Heimen aufgetreten

In Brandenburg ist laut Ministerium für Soziales und Gesundheit die Zahl der Tuberkulose-Fälle nur geringfügig gestiegen, obwohl in den vergangenen Monaten sehr viel mehr Flüchtlinge zu uns gekommen sind. Mit Stand vom 13. Oktober 2015 wurden im Land Brandenburg 121 TBC-Fälle übermittelt.

Zum Vergleich: In den vergangenen fünf Jahren (2010– 2014) – also vor Einsetzen der großen Flüchtlingswelle – wurden im Land Brandenburg im Mittel rund 100 Tuberkulose-Fälle pro Jahr verzeichnet (Mittelwert: 95,2 Fälle): 2010 waren es 101 Fälle, 2011 waren es 67, im Jahr 2012 wurden 90 Fälle registriert, 2013 waren es 102. 2014 wurden 116 Fälle angezeigt. Das Robert-Koch-Institut geht davon aus, dass der leichte Anstieg weiter anhält – wegen der Zuwanderung.

Bürgermeister sorgt für Empörung

Vor wenigen Tagen hat der Bürgermeister der Kleinstadt Jüterbog, Arne Raue, für Empörung gesorgt. Er hatte auf Facebook vor Kontakten zu Asylbewerbern gewarnt und das mit ansteckenden Krankheiten begründet. Er erntete dafür viel Kritik. Ärzte betonen, dass Flüchtlinge nicht ansteckender als Einheimische sind. Das Robert-Koch-Institut  in Berlin sieht derzeit „keine erhöhte Infektionsgefährdung der Allgemeinbevölkerung durch Asylsuchende“.

Schüsse auf Flüchtlingsheim in Berlin

Ein Berliner Flüchtlingsheim ist am Montagabend von einem unbekannten Täter mit einem Luftgewehr oder einer Luftpistole beschossen worden.  Die Kugeln prallten an einem Fenster ab. Verletzt wurde niemand.

Von MAZonline

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Flüchtlinge