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Unklarheit über Ankunft der Flüchtlinge in Potsdam

Hunderte Menschen helfen Unklarheit über Ankunft der Flüchtlinge in Potsdam

In Potsdam soll eine Außenstelle der Erstaufnahme für Flüchtlinge entstehen. In den alten Ministeriumsgebäuden an der Heinrich-Mann-Allee werden hunderte Flüchtlinge untergebracht. Darüber, wann die ersten Flüchtlinge dort einziehen werden, herrschte am Montag immer wieder Unklarheit.

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Im ehemaligen Gesundheitsministerium werden bald Flüchtlinge eine Unterkunft haben.

Quelle: Stähle

Potsdam. Das Land Brandenburg will, wie berichtet, ab Montag Flüchtlinge in alten Ministeriumsgebäuden in der Potsdamer Heinrich-Mann-Allee unterbringen. Das ehemalige Sozial- und das Umweltministerium sollen als Notunterkunft für Flüchtlinge genutzt werden, heißt es aus Regierungskreisen. Auch der ehemalige Landtag auf dem Brauhausberg ist im Gespräch.

Wann die ersten Flüchtlinge in Potsdam eintreffen, ist immer noch unklar. Zunächst hieß es, dass am Montag die ersten Menschen in der Landeshauptstadt eintreffen werden. Doch das wurde vom Innenministerium immer wieder verneint. Über den genauen Ankunftstermin herrschte deswegen am Montagmittag immer noch Unklarheit.

Klar ist aber, dass die Vorbereitungen bereits auf Hochtouren laufen. An der Heinrich-Mann-Allee werden die alten Ministerien bereits hergerichtet für die Flüchtlinge. Elektriker kümmern sich um die Stromleitungen, Handwerker richten Zimmer her. Am Mittag sollen dort Betten aufgestellt werden.

Die alten Ministeriumsgebäude werden bereits für die Flüchtlinge hergerichtet

Die alten Ministeriumsgebäude werden bereits für die Flüchtlinge hergerichtet.

Quelle: MAZonline

Hunderte n Menschen, die über Ungarn eingereist sind und am Münchner Bahnhof auf ihre Weiterreise warten, soll so geholfen werden. Die Erstaufnahmestelle in Eisenhüttenstadt samt ihren Außenstellen ist voll belegt. In dieser Woche werden weitere Züge mit Flüchtlingen aus München in Brandenburg erwartet.

In diversen Foren im Internet wird bereits jetzt konkret um Unterstützung für die Erstversorgung geworben. Am Morgen fanden sich über 100 Freiwillige im Freiland in Potsdam ein, die den Menschen helfen wollen.

>>> Wie sie helfen können , lesen Sie hier.

Stadt sichert dem Land Unterstützung zu

Die Stadt Potsdam hat am Montag dem Land zugesichert, es bei der Unterbringung der Flüchtlinge zu unterstützen. Auch die Einrichtung der Erstaufnahmestelle wird befürwortet. „Die Menschen sind in absoluter Not. Wir müssen alles dafür tun, dass sie ein Dach über dem Kopf bekommen und hier willkommen geheißen werden“, sagte Oberbürgermeister Jann Jakobs.

Jakos hat das Bündnis „Potsdam bekennt Farbe“ zu einer außerordentlichen Sitzung zusammengerufen. Wegen der Ereignisse hat Jakobs eine Ungarn-Reise abgesagt. Die Stadt verweist in ihrer Mitteilung ebenfalls auf die Flüchtlingshilfe im Freiland und auf die „Koordinierungsstelle Neue Nachbarschaften Potsdam“, über deren Homepage können ebenfalls verschiedenen Hilfen koordiniert werden.

Hilfsbereite Potsdamer im Freiland am Montagmorgen

Hilfsbereite Potsdamer im Freiland am Montagmorgen.

Quelle: MAZonline

Ankunft am Sonntag

Rund 650 weitere Flüchtlinge sind bereits am Sonntag in Brandenburg und Berlin untergebracht worden. Aus München kommend traf am Abend ein ICE-Zug mit den Menschen vor allem aus Kriegsgebieten im Nahen Osten ein.

Für die Flüchtlinge, die am Abend am Regionalbahnhof Flughafen Berlin-Schönefeld Flughafen eintrafen, wurde erstmals ein fahrplanmäßiger ICE freigemacht. Die regulären Fahrgäste mussten in andere Züge steigen.

Rund 350 Flüchtlinge wurden in neu geschaffene Unterkünfte am Berliner Olympiastadion gebracht. Etwa 300 der Neuankömmlinge reisten mit Bussen nach Brandenburg weiter in die Erstaufnahmestelle in Eisenhüttenstadt (Oder-Spree).

Vizekanzler erwartet insgesamt bis zu eine Million Flüchtlinge

Noch liegt die offizielle Flüchtlingsprognose der Bundesregierung bei 800 000 Menschen - doch Vizekanzler Sigmar Gabriel erwartet einen Anstieg auf bis zu eine Million. “Vieles deutet darauf hin, dass wir in diesem Jahr nicht 800.000 Flüchtende aufnehmen, wie es das Bundesinnenministerium prognostiziert hat, sondern eine Million“, heißt es in einem Brief des SPD-Chefs an die Parteimitglieder. Erst am 19. August hatte das Innenministerium die Prognose von 450.000 auf 800.000 Flüchtlinge angehoben.

Gabriel verteidigte die Entscheidung, vorübergehend wieder die Grenzen, besonders nach Österreich, zu kontrollieren. Es gehe nicht um eine dauerhafte Schließung der Grenzen oder eine Aussetzung des Grundrechts auf Asyl: “Jeder, der auf deutschem Boden Asyl beantragt, darf bis zur Entscheidung über seinen Antrag bei uns bleiben. Davon weichen wir nicht ab“, unterstrich Gabriel.

Von MAZonline

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