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Werder fordert mehr Mitsprache

Neue Flüchtlingsunterkünfte Werder fordert mehr Mitsprache

In den nächsten Monaten sollen insgesamt 350 Flüchtlinge in ein ehemaliges Lehrlingswohnheim in Werder und eine ehemalige Betriebsstätte in Töplitz einziehen. Die Stadt Werder fordert nun vom Kreis ein Konzept über die Nutzung und Sicherung der Unterkünfte. Auch über die Belegung will die Stadt frühzeitig informiert sein.

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Die neue Flüchtlingsunterkunft in Werder. Viele Bürger befürchten, dass nicht Familien sondern überwiegend nur junge Männer in die Gebäude nahe einer Grundschule einziehen.

Quelle: Plönnig

Werder. Im Vorfeld der vom Kreis geplanten Asylunterkünfte in Werder und Töplitz fordert die Stadt von der Kreisbehörde jetzt ein Konzept, wie die Flüchtlingsheime genutzt und gesichert werden. Eine Unterkunft will der Kreis für 100 Flüchtlinge in einer ehemaligen Betriebsstätte in Töplitz einrichten, eine weitere mit 250 Plätzen in einem ehemaligen Lehrlingswohnheim auf der Jugendhöhe in Werder.

Der Landrat hat mehr Informationen zugesagt

Seit längerem fordert die Stadt vom Kreis, dass frühzeitig Informationsveranstaltung zu den Flüchtlingsunterkünften stattfinden. „Nunmehr hat der Landrat in der jüngsten Sitzung des Kreistages die Zusage gemacht, dass eine solche Veranstaltung in Kürze stattfinden wird“, sagt Werders Bürgermeisterin Manuela Saß (CDU) auf der Stadtverordnetenversammlung am Donnerstagabend. „Es geht nicht nur um die Information für die Anwohner“, sagt Saß, „sondern ebenfalls um die Berücksichtigung der spezifischen Belange der anliegenden kommunalen Einrichtungen wie Schulen und Kita.“

Anwohner fürchten „junge Männer“ – Familien werden bevorzugt

Für die Stadt sei das Heim in Töplitz erschließungstechnisch weniger als Unterkunft geeignet als der Standort an der Jugendhöhe. „Dennoch sind am Standort Jugendhöhe Fragen zu klären, bevor eine abschließende Beurteilung möglich ist“, sagt Saß. Anwohner befürchten, dass überwiegend junge geflüchtete Männer einziehen und nicht Familien wie angekündigt. Die Stadt will vor dem Einzug rechtzeitig über die Belegung und die Betreuung der Flüchtlinge informiert werden. Sie fordert eine „abgestimmte Konzeption“ zwischen dem Landkreis und der Stadt Werder.

Von Regine Greiner

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