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Flüchtlingshelfer hoffen auf Crowdfounding

„Sea Watch“ kauft neues Rettungsschiff Flüchtlingshelfer hoffen auf Crowdfounding

Flüchtlinge nehmen oft riskante Wege, um dem Terror in ihrer Heimat zu entkommen. Sie steigen zum Beispiel auf völlig überfüllte Schiffe. Nicht selten geschieht ein Unglück. Die Flüchtlingsinitiative „Sea Watch“ versucht mit einem Rettungsschiff zu helfen. Nun ist ein zweites dazu kommen. Doch es ist sanierungsbedürftig. Die Initiatoren setzten nun auf Crowdfounding.

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Die Sea Watch am Hafen in Hamburg.

Quelle: epd-ost

Potsdam. Die private Flüchtlingshilfe-Initiative „Sea Watch“ kauft ein zweites Rettungsschiff. Das ehemalige Forschungsschiff „Clupea“ solle in den kommenden Wochen von Großbritannien nach Hamburg gebracht werden, teilte die Initiative mit Sitz in Brandenburg am Dienstag mit. Um den Kauf des 33 Meter langen Schiffes und die Ausrüstung zu finanzieren, rufen die Organisatoren um Harald Höppner zu einer Spendenaktion auf.

Per „Crowdfunding“ sollen 550 000 Euro zusammenkommen, sagte der Sprecher der Initiative, Ruben Neugebauer. Das Schiff werde rund 200 000 Euro kosten. Für die Sanierung, etwa mit einem Schutzanstrich, seien weitere 150 000 Euro angesetzt, 150 000 für Umbau und Ausrüstung mit Radar, einer Wärmebildkamera und den Einbau einer Krankenstation. Ein Einsatzschnellboot für 50 000 Euro soll auf Deck liegen und im Notfall schnell zu Flüchtlingsbooten in Seenot fahren können. Anfang März 2016 soll die „Sea Watch 2“ zum Einsatz im Mittelmeer starten.

In diesem Jahr hatte die Initiative mit einem umgebauten, fast 100 Jahre alten Fischkutter im Mittelmeer ihren ersten Einsatz gestartet. Vor der Küste Libyens seien mehr als 2000 Menschen aus Seenot gerettet worden. „Die Sea-Watch 2 ist unsere Antwort auf das Versagen der europäischen Politik, die das Sterben auf dem Mittelmeer nach wie vor zumindest duldet“, sagte Sea-Watch Initiator Harald Höppner.

Von MAZonline und dpa

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