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Flughafen BER BER: Doch noch nicht alles genehmigt
Brandenburg Flughafen BER BER: Doch noch nicht alles genehmigt
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00:17 11.03.2017
2013 konnte der BER-Bahnhof besichtigt werden. Die Entrauchungsprobleme sind hier laut Kreis noch nicht gelöst. Quelle: dpa
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Schönefeld

Im Januar hat der Landkreis Dahme-Spreewald die letzten Bauanträge für den Schönefelder BER-Flughafen genehmigt. Vize-Landrat und Bauchef Chris Halecker (Linke) übergab 54 Aktenordner an den jetzt geschassten Flughafenchef Karsten Mühlenfeld. Alle behördlichen Hürden seien genommen, hieß es damals. Aber alle Stempel hat der BER trotzdem noch nicht.

Behörde wartet auf Abschluss der Bauarbeiten

Wie Halecker jetzt der MAZ sagte, sei die fünfte nachträgliche Baugenehmigung nur vorläufig erteilt worden. Es gehe dabei um die Entrauchung des unterirdischen BER-Bahnhofs und eine Änderung der Zugfolge. „Die Flughafengesellschaft hat bis Ende 2019 Zeit, das zu lösen. Wenn das bis dahin nicht gelöst ist, machen wir den Flughafen dicht“, sagte Halecker. In einem Bericht der Landesregierung Brandenburg zu den BER-Baugenehmigungen heißt es dazu ebenfalls: „Die größten Probleme bestehen bei der Erstellung der Entrauchungssimulationen in der Verteilerebene unter Berücksichtigung des Zugverkehrs im Bahnhof sowie bei der Erarbeitung des erforderlichen Schnittstellendokuments.“ Die Simulation und das Dokument seien „im Konsens mit der Genehmigungsbehörde“ des Bahnhofs zu bewerten. „Das muss baulich gelöst werden“, sagte Halecker. Aktuell beschäftigt der BER-Flughafen die Kreisverwaltung nicht. Die Baubehörde wartet laut Halecker nun darauf, dass die Bauarbeiten beendet werden. Erst bei der Abnahme des Flughafens und beim Probebetrieb sei die Behörde wieder direkt eingebunden.

Landkreis will sich nicht zu Genehmigung drängen lassen

Der neue Flughafenchef Engelbert Lütke Daldrup hatte im vorigen Jahr als Berliner Flughafenkoordinator der Baubehörde des Landkreises vorgeworfen, zu penibel zu sein. In einem Interview sagte er: „Normalerweise versuchen Behörden, gemeinsam mit dem Antragsteller eine Lösung zu finden, das fällt hier offenbar schwer. Das Maß an Perfektion, das hier eingefordert wird, ist schon sehr hoch.“ Vize-Landrat Chris Halecker wies das damals als Versuch der politischen Einflussnahme zurück. Man lasse sich nicht zu einer Genehmigung drängen.

Von Frank Pawlowski

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