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Brandenburg Flughafen korrigiert BER-Zeitplan schon wieder
Brandenburg Flughafen korrigiert BER-Zeitplan schon wieder
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16:22 12.06.2016
Die Alt-Airports Tegel und Schönefeld erhalten neue Scanner, weil der BER nicht fertig wird. Quelle: Dpa
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Berlin

Erst waren es ein paar Wochen, dann ein paar Monate, jetzt ist es schon ein Dreiviertel Jahr: Die Bauverzögerungen am neuen Flughafen BER in Schönefeld (Dahme-Spreewald) lassen auch eine Eröffnung im Jahr 2017 immer unwahrscheinlicher werden. Ginge es nach den Voraussetzungen, die BER-Technikchef Jörg Marks und sein Team für eine Inbetriebnahme des Airports im übernächsten Herbst aufgestellt haben, dann ist das Projekt kaum noch zu realisieren. Denn laut einer korrigierten, internen Zeitschiene sollen die Bauarbeiten am Terminal erst am 11. Januar 2017 beendet sein. Das berichtet die „Bild am Sonntag“ unter Berufung auf einen neuen Rahmenterminplan.

Januar 2017 statt März 2016

Um aber ausreichend Zeit für Bauabnahmen, Tüv-Kontrollen, Simulationen und den umfangreichen Probebetrieb mit Statisten zu haben, sollten die Bauarbeiten eigentlich schon im März 2016 beendet gewesen sein. Eine Flughafensprecherin bestätigte am Sonntag, dass es einen aktualisierten Zeitplan gebe. Der sehe jedoch vor, den Bau bis Ende 2016 abzuschließen. Die Eröffnung des neuen Hauptstadtflughafens sei auch im aktualisierten Plan für das zweite Halbjahr 2017 vorgesehen.

Vor wenigen Tagen hatte Flughafenchef Karsten Mühlenfeld selbst die Erwartungen an eine BER-Eröffnung in 2017 gedämpft. Es gebe noch eine kleine Chance, sagte er. Garantieren könne er es aber nicht.

Dafür gibt es neue Scanner

Die Verzögerungen beim Flughafenbau bescheren jetzt den alten Airports Schönefeld und Tegel neue Technik: In den nächsten Wochen werden dort je zwei moderne Körperscanner in Betrieb genommen. Allerdings sollen die mit einer Duschkabine vergleichbaren Ganzkörperscanner eines amerikanischen Herstellers vorerst nur Fluggäste nach Israel und in die USA kontrollieren, wie die Bundespolizei mitteilte.

Wegen der erwarteten Eröffnung des BER hatte die Behörde lange auf die Anschaffung von Körperscannern in Tegel verzichtet. Weil der Termin für die Eröffnung aber stetig weiter wackelt, schaffte die Bundespolizei nun doch die ersten modernen Geräte an. Sie sollen noch im Juli den regulären Betrieb aufnehmen.   Die neuen Körperscanner sind etwas kleiner als ihre Vorgänger und arbeiten laut Experten zuverlässiger.

Flüssigkeiten und Pulver werden erkannt

Im Unterschied zu den bisher eingesetzten Metalldetektoren können sie auch Flüssigkeiten und Pulver erkennen. Sie sind bereits an mehreren deutschen Flughäfen installiert, wie in Frankfurt/Main, Köln-Bonn, Stuttgart, Hamburg, München und Düsseldorf.

Bei früheren Sicherheitsgeräten gab es gelegentlich Fehlarme, etwa wenn der Scanner Schweißpartikel am Körper ausmachte. Das soll nun der Vergangenheit angehören. Allerdings muss der Fluggast noch immer beide Arme bei der Kontrolle hochheben. Längst tauchen auf den Monitoren der Scanner keine Körperbilder mehr auf, sondern Strichmännchen. Wird auf dem Bildschirm etwas Verdächtiges angezeigt, wird per Hand nachkontrolliert.

Am Flughafen Hannover-Langenhagen ist bereits ein Gerät eines deutscher Herstellers im Probebetrieb, bei dem sich der Fluggast ähnlich wie bei den bisherigen Metalldetektoren zwischen zwei Wände stellt und die Arme seitlich ausstreckt. So können auch Rollstuhlfahrer die Kontrollen mühelos passieren. Bislang ist allerdings offen, wann diese Körperscanner der neuesten Generation auf deutschen Flughäfen zum Einsatz kommen.

Von Torsten Gellner und Alexandra Stahl

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