Menü
Märkische Allgemeine | Ihre Zeitung aus Brandenburg
Anmelden
Brandenburg Flut-Gaffer werden zum Problem
Brandenburg Flut-Gaffer werden zum Problem
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
20:17 09.06.2013
Wittenberge

Sie schießen Fotos, drehen Videos, manche trinken Bier, während die Helfer Sandsäcke schleppen. Immer wieder behindern Hochwassertouristen die Arbeit von Polizei, Feuerwehr und Technischem Hilfswerk. In Brandenburg werden daher Rufe nach härteren Strafen gegen uneinsichtige Gaffer laut. „Diese Menschen behindern nicht nur unsere Arbeit, sie bringen sich und andere in Lebensgefahr“, sagte Manfred Gerdes, Präsident des Landesfeuerwehrverbands, der MAZ. Bußgelder in Höhe von 1000 Euro, wie sie in Dresden angedroht werden, würden manch Schaulustigen zur Vernunft bringen, so Gerdes. „Unsere Kameraden vor Ort fordern immer wieder, dass gegen diese Art von Sensationsgier etwas getan werden muss.“

Prignitz-Landrat Hans Lange (CDU) betonte, Gaffer müssten mit allen Mitteln vom Krisengebiet ferngehalten werden. „Tourismus ist kein Notfall“, sagte er der MAZ. An der Elbe in der Prignitz wird Dienstag ein Rekordpegel von 8,10 Meter erwartet. Ab sofort sei das Befahren und Betreten von Deichen und Zufahrtsstraßen verboten, erklärte Peter Schröder, Chef der Einsatzleitung. Die Polizei wacht darüber, dass das Verbot eingehalten wird.

Trotz aller Warnungen werden die Einsatzkräfte im Hochwassergebiet immer wieder mit blankem Leichtsinn konfrontiert. So musste die Feuerwehr in Cottbus mehrere junge Menschen daran hindern, sich von einer Brücke abzuseilen, um auf der Spree zu surfen.

Die Lage in der Kleinstadt Mühlberg (Elbe-Elster) ist unvermindert dramatisch. Die Behörden ordneten gestern Nachmittag die Evakuierung an. Bis zu 4500 Menschen sollen laut Polizei die Häuser verlassen. „Der Druck auf die Deiche ist immens. Ich setze auf das Verständnis und die Kooperation der Anwohner“, sagte Ministerpräsident Matthias Platzeck (SPD). Der Pegel liegt mit 9,88 Meter zwar zehn Zentimeter unter dem des Jahrhunderthochwassers von 2002, die Deiche zeigen jedoch erste Sickerstellen. Im Bereich Mühlberg/Borschütz wurde ein Deich unterspült. Taucher versuchten, die Stellen zu sichern. Auf einer Länge von rund 150 Metern rutschte der Deich ab.

Die Evakuierung kam bis zum Abend nur schleppend voran. Polizeiteams und Seelsorger versuchten die Anwohner zu überzeugen. Doch vielen Menschen ist die Gefahr eines Deichbruchs immer noch nicht bewusst. „Das Wetter ist schön, die Sonne scheint – da verdrängen etliche Bewohner die Gedanken an eine Katastrophe“, sagte Polizeisprecherin Ines Filohn. siehe Seite Kommentar und Blickpunkt  

Brandenburg Das Landeskriminalamt warnt vor "Blüten" - Immer mehr Falschgeld im Umlauf

Aufpassen beim Einkaufen, Tanken oder Geldwechseln.
Immer mehr Banknoten und Münzen sind gefälscht.

05.06.2013
Brandenburg Hochwasser erreicht Brandenburg - Deichbruch am Morgen bei Herzberg

Die Pegelstände steigen,
ein Deich ist durchbrochen,
aber die Lage ist bisher
unter Kontrolle 

05.06.2013
Brandenburg So viele Eintritte wie noch nie - Gewerkschaft Verdi stoppt Mitgliederschwund

Die Dienstleistungsgewerkschaft Verdi hat ihre Schrumpfkur vorerst beendet und den Trend gedreht: Seit Jahresbeginn stieg die Zahl der Mitglieder um 4.000, sagte Verdi-Chef Frank Bsirske am Montag in Berlin. Sogar bei Jugendlichen haben die Gewerkschaften Zulauf.

04.06.2013