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Brandenburg Forsa-Chef findet Ausgrenzung der AfD richtig
Brandenburg Forsa-Chef findet Ausgrenzung der AfD richtig
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11:38 13.04.2016
Forsa-Chef Manfred Güllner Quelle: dpa
Potsdam

Forsa-Chef Manfred Güllner hält die Isolation der Brandenburger AfD-Fraktion im Landtag für den richtigen Umgang mit der Partei. Für die etablierten Parteien mache es keinen Sinn, mit der AfD zu diskutieren, sagte Güllner der MAZ. „Da hilft nur die Abgrenzung. Ich halte es für absolut richtig, wie die übrigen Parteien im Brandenburger Landtag mit der AfD umgehen“, sagte er.

Laut einer aktuellen Umfrage des Meinungsforschungsinstitus Forsa kommt die AfD in Brandenburg derzeit auf 19 Prozent und läge damit gleichauf mit der CDU. Die Partei um Landeschef Alexander Gauland wäre damit stärker als die Linke mit 16 Prozent. Die SPD würde mit 31 Prozent leicht verlieren, die Grünen mit sieben Prozent leicht gewinnen. Die FDP erhielte 3 Prozent.

Kluft zwischen AfD und Rest des Volkes

Mit Blick auf die Umfrageergebnisse, wonach die Brandenburger mehrheitlich den Flüchtlingskurs von Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) unterstützen, spricht Güllner der AfD das Etikett „Volkspartei“ ab. „Es besteht eine deutliche Kluft zwischen den AfD-Wählern und dem Rest des Volkes. Die Mehrheit steht zu Merkels Flüchtlingspolitik“, sagte er. „Hier zeigt sich, dass die AfD nicht das tut, was sie vorgibt. Nämlich das Volk zu vertreten, dem Volk eine Stimme zu geben.“

Schnittmenge zwischen AfD und CSU

Die Demoskopen beobachten auch eine Schnittmenge zwischen Anhängern von CSU und AfD. „Horst Seehofer spaltet die Union, das muss man deutlich sagen“, so Güllner. „Was Seehofer aber übersieht: Wenn die CSU bundesweit antreten würde, wäre es ein Nullsummenspiel. Denn dann würde die CDU auch in Bayern antreten und dort ihrer Schwesterpartei Stimmen wegnehmen. Das ist also zu kurz gedacht.“

Von einer dauerhaften Etablierung in der Parteienlandschaft sei die AfD noch weit entfernt, so Forsa-Chef Güllner. Die Stimmen der AfD könnten schnell wieder „zurückwandern“. „Man hat das im vergangenen Jahr gesehen, als die AfD unter die Fünf-Prozent-Hürde fiel. Erst als das Flüchtlingsthema aufkam, gewann sie wieder.“

Von Torsten Gellner

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